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Apostolos Tsalastras will Oberhausen selbstbewusster machen

05.11.2014 | 00:11 Uhr
Apostolos Tsalastras will Oberhausen selbstbewusster machen
Apostolos Tsalastras (SPD) im Gespräch mit Peter Szymaniak, Leiter der WAZ-Lokalredaktion Oberhausen.Foto: Kerstin Bögeholz

Oberhausen.   Noch ist er Kämmerer und Kulturdezernent. Doch im kommenden Jahr möchte Apostolos Tsalastras Oberbürgermeister von Oberhausen werden. Die Stadt habe große Probleme, aber auch ebenso große Chancen, sagt er. Im Interview spricht er über Teamarbeit, Humor und rassistische Witze.

Oberhausen wird im kommenden Jahr einen neuen Bürgermeister bekommen. Wer für die SPD ins Rennen um das Amt des Stadtoberhauptes gehen wird, steht noch nicht fest. Zwei Kandidaten stellen sich der Basis: Awo-Geschäftsführer Jochen Kamps und Apostolos Tsalastras, jetziger Kämmerer und Kulturdezernent der Stadt. Im Interview verrät Tslastras, warum er ein guter Oberbürgermeister wäre. Und wo Oberhausen Nachholbedarf hat. Das Interview mit seinem Kontrahenten Jochen Kamps folgt.

Herr Tsalastras, Sie erhöhen als Kämmerer Steuern und Parkgebühren, Sie sorgen für Einschnitte bei Grünpflege, Spielplätzen und beim Stoag-Busverkehr. Warum glauben Sie trotzdem, dass Sie als möglicher OB-Kandidat der SPD gute Chancen bei der OB-Wahl haben?

Apostolos Tsalastras: Die Bürger wissen genau, dass wir seit Jahren durch den Strukturwandel in einer sehr schwierigen Finanzsituation stecken. Die bewältigen wir nicht, in dem wir mehr Geld ausgeben, sondern nur, in dem wir den Haushaltsausgleich erreichen. Eine bessere Alternative haben wir nicht: Wir würden sonst die Handlungsfähigkeit der Stadt aufgeben und auch keine Fördermittel mehr erhalten. Nur wenn wir sparen und zugleich in die Zukunft investieren, können wir der Stadt eine Perspektive geben. Die Bürger verstehen das, die sind intelligenter als viele meinen.

Sie sind jetzt seit über zehn Jahren in verschiedenen Bereichen als Dezernent im Rathaus tätig. Ist das im parteiinternen Wettkampf um die OB-Kandidatur ein Nachteil, weil Sie damit auch für die lange Zeit verhaltene Entwicklung Oberhausens mitverantwortlich sind?

Tsalastras: Nein, mit Sicherheit nicht. Viele Bereiche, für die ich verantwortlich war und bin, stehen gut da: Nur in wenigen Ruhrgebietsstädten gibt es so eine hervorragende Kulturlandschaft wie bei uns in Oberhausen; als Sportdezernent konnte ich die Sportstättenlandschaft entscheidend verbessern und im Finanzbereich haben wir seit drei Jahren endlich wieder genehmigte Haushalte. Das sind gute Ergebnisse.

Und was sagen Sie den Kritikern, die die vergangenen zehn Jahre als schwach einstufen? Im Vergleich zu den Drescher-Jahren, als das Centro gebaut wurde, war das hier lange Zeit sehr ruhig.

Tsalastras: Ja, wir hatten tatsächlich fünf Jahre, in denen es in Oberhausen besonders schwierig war. In dieser Zeit hat uns die schwarz-gelbe Landesregierung kommunale Finanzmittel vorenthalten und wir waren von Fördermitteln abgeschnitten. Wir mussten hohe Sparauflagen erfüllen ohne aber Perspektiven entwickeln zu können. In dieser Zeit ging es uns besonders schlecht. Alle beantragten Fördermittel wurden wegen fehlender Eigenanteile abgelehnt. Das hat sich erst unter der rot-grünen Landesregierung geändert.

Warum möchten Sie denn überhaupt Oberbürgermeister in dieser so schwierig zu regierenden Stadt werden? Kämmerer und Kulturdezernent sind ja auch gute Jobs.

Tsalastras: Ja, ich mache tatsächlich beide Aufgaben sehr gerne. Doch ich meine, wir müssten noch mehr Perspektiven für unsere Stadt entwickeln. Das möchte ich in größerer Verantwortung als bisher mit den Bürgerinnen und Bürgern verwirklichen. Denn heutzutage muss man eine Stadt als Ganzes entwickeln und nicht einzelne Fachbereiche herausnehmen. Dafür braucht man die Gesamtverantwortung.

Wo hat nach Ihrer Meinung Oberhausen Nachholbedarf? Was wollen Sie verbessern, wenn Sie Oberbürgermeister werden?

Tsalastras: Wir haben jetzt neue Chancen, vor allem die Stadtteile stärker zu beleben und zu entwickeln. Das muss man stärker koordinieren und inhaltlich begleiten, um die Gesamtstadt nach vorne zu bringen. In der Wirtschaft haben wir großen Nachholbedarf: Die Neuordnung der Wirtschaftsförderung muss mehr Impulse bringen, damit wir mehr Arbeitsplätze bekommen und unsere Finanzen stärken.
 

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Kommentare
07.11.2014
12:58
Apostolos Tsalastras will Oberhausen selbstbewusster machen
von yiltis | #4

@wüstensturm: schon klar, ne? früher war halt alles besser. alles, außer die luftqualität.

tsalastras ist gar keine schlechte wahl für oberhausen....
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Apostolos Tsalastras will Oberhausen selbstbewusster machen
Apostolos Tsalastras will Oberhausen selbstbewusster machen
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http://www.derwesten.de/staedte/oberhausen/wir-brauchen-impulse-fuer-die-wirtschaft-id10003973.html
2014-11-05 00:11
Oberhausen, Politik, SPD, Interview
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