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Winter verursacht Fischsterben im Revierpark Vonderort bei Oberhausen

31.01.2011 | 06:00 Uhr
Weil der Teich zu schnell zufror, kam es im Revierpark Vonderort zu einem großen Fischsterben. Foto: Birgit Schweizer

Oberhausen.   Im Revierpark Vonderort sind zahlreiche Fische verendet. Grund für das Fischsterben: der harte Winter. "Der Teich ist zu schnell zugefroren", sagt Herbert Wesley, Leiter des Parks. Jetzt prüft man, ob eine Belüftungsanlage eingebaut werden soll.

Einen anderthalb Meter langen toten Wels hat ein Angler aus einem Teich im Revierpark Vonderort gefischt. Zahlreiche weitere Fische sind dort verendet und treiben an der Wasseroberfläche. So ein Fischsterben hat der Park noch nicht erlebt.

Kurioserweise auf der Böschung am Teich des Revierparks fanden Spaziergänger einen etwa 150 Zentimeter großen Wels – mausetot. Doch was machte er dort? Ein Angler hatte ihn zu Beginn der Woche aus dem Teich gefischt, da lebte er vermutlich schon mehrere Wochen lang nicht mehr. Nachdem die Eisdecke über dem Teich im Revierpark geschmolzen war, zeigte sich, dass zahlreiche Fische den Winter nicht überlebt haben. Nicht nur eben jener Wels, auch zahlreiche Karpfen und kleinere Fische sind dort in den vergangenen kalten Tagen verendet und treiben nun bäuchlings an der Oberfläche.

"Fische sind erstickt"

Den Grund dafür kennt Herbert Wesely, Leiter des Revierparks: „Die Fische sind im Prinzip erstickt. Nachdem im Herbst Laub in den See gefallen war, kam ein früher Frost . Der Teich ist schnell zugefroren. Die durch das Laub entstehenden Gase konnten nicht mehr austreten, es kam kein frischer Sauerstoff in das Wasser, und so sind vermutlich einige hundert Fische verendet.“ Diese Problematik kennt auch Stefan Beckmann vom Bottroper Umweltamt: „Kleine, nährstoffreiche Teiche können unter Sauerstoffmangel leiden und es kann dementsprechend zum Fischsterben kommen.“

Als Revierpark-Leiter Wesely von den toten Fischen in seinem Teich erfuhr, rechnete er zunächst mit dem Schlimmsten. „Wir haben sofort die Wasserqualität überprüfen lassen, aber die ist völlig in Ordnung.“ Besorgte Anwohner hätten sich bei ihm und der Feuerwehr gemeldet und wiederholt nach dem Schicksal der Fische gefragt.

In 15 Jahren einmalig

„Normalerweise vergeht mehr Zeit zwischen dem Laubfall und dem kompletten Gefrieren, so dass der Sauerstoffgehalt des Gewässers nicht derart dramatisch absinkt“. Die hohe Fischpopulation im Teich habe zudem ihr Übriges getan.

WBO stopfen Schlaglöcher

In 15 Jahren als Parkleiter hat Wesely solch ein Fischsterben noch nicht erlebt. Wie ist so etwas denn im nächsten Winter zu verhindern? „Man könnte eine Belüftungsanlage einbauen. Diese könnte den Teich mit Sauerstoff versorgen, auch wenn er gefroren ist.“ Derzeit werde geprüft, ob eine solche Anlage Sinn mache. Wie lange die Fische schon tot seien, konnte Wesely nicht beantworten. „Erst nachdem die Eisdecke getaut war, erkannte man das Ausmaß.“

Matthias Adler


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