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Wider die Leerstände

07.08.2012 | 08:00 Uhr
Wider die Leerstände
Mit diesen Plakaten rufen die Oberhausener Jusos zur Demonstration gegen Leerstände auf. Foto: Thöne

Plakataktion am Peek&Cloppenburg soll Aufsehen erregen. Ein geheimer Code lädt zur Demonstration am 11. August ein.

„Eigentum verpflichtet“ — dieser Satz steht nicht nur im Grundgesetz, sondern seit wenigen Tagen auch auf zahlreichen auffälligen Plakaten, die an den Fensterscheiben des Peek&Cloppenburg-Hauses auf der Marktstraße angebracht wurden.

Und das war’s dann auch. Mehr Information ist auf den ersten Blick nicht auf den auffälligen orangefarbenen Plakaten zu finden. Wer allerdings genauer hinsieht, entdeckt rechts unten eine kleine, schwarz-weiße Grafik. Dabei handelt es sich um einen sogenannten QR-Code (siehe Infokasten), der zum Beispiel mit internetfähigen Mobiltelefonen gelesen werden kann. Und dieser Code, der zu einer Internetseite führt, verrät, worum es geht: Die Plakataktion wurde von den Oberhausener Jusos initiiert und ruft zu einer Demonstration am kommenden Samstag auf.

Steuerliche Abschreibungen

Maximilian Janetzki, Vorsitzender der Jungsozialisten, erklärt, worum es dabei geht: „Wir bemängeln den künstlich herbeigeführten Leerstand von Gebäuden in Oberhausen.“ Dabei gehe es lediglich darum, steuerliche Abschreibungen tätigen zu können, ohne wirklich an der Zukunft der Immobilie interessiert zu sein. Ein Paradebeispiel dafür sei auch das seit Jahren leer stehende „Elsa“-Lyzeum. Darüber hinaus seien die vielen Leerstände schlecht fürs ohnehin ramponierte Image der Stadt, „Wir sehen den Zeitpunkt gekommen, das Gebäude wieder nutzbar zu machen und zwar für Jugend, Kultur oder soziale Projekte“, so Janetzki weiter.

Mit dem Auszug des Kaufhofs, so heißt es auf der Internetseite der Jusos, biete sich nun die Chance, zugleich ein neues, „über die nächsten Jahrzehnte tragfähiges Konzept zu entwickeln, etwa mit einer Kombination aus der Vermietung von gewerblichen Flächen auf der einen und der kulturellen Nutzung auf der anderen Seite. Auf diese Weise könne man das Gebäude auch für Veranstaltungen nutzen. Die Initiative „Kunst im Turm“ zeige, wie alte Gebäude noch sinnvoll genutzt werden können. Bei der Demonstration am Samstag soll auf dieses Problem hingewiesen werden. Janetzki: „Wir werden auch ein bisschen Infomaterial verteilen und erklären, worum es uns geht.“ Beginn ist um 11 Uhr auf der Marktstraße 35, vor – wie sollte es anders sein – dem Peek&Cloppenburg-Gebäude.

Simon Rahm

Kommentare
10.08.2012
09:23
Wider die Leerstände
von Nimbus3 | #13

@ matti498

"... verstehen Sie?" Nein!
Um ehrlich zu sein, ich habe so gut wie nichts von dem verstanden! Das liegt aber wohl an mir.Tut mir leid....
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2012-08-07 08:00
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