Wettbewerb in vier Schweißarten

Am bekanntesten ist das Lichtbogenhandschweißen. Es eignet sich besonders im Freien. Dabei dient eine so genannte Stabelektrode sowohl als Energieträger als auch als Schmelzstoff. Da sie ummantelt ist, tritt kaum Luft an sie heran.

Luft sorgt beim Schweißen nämlich für Poren und Risse. Sie können die Stabilität der Verbindung erheblich beeinträchtigen. „Deswegen werden die Schweißnähte in der Praxis auch durch Röntgen oder Ultraschall kontrolliert“, sagt Peter Wilhelm von der Gesellschaft für Schweißtechnik International.

Das am weitesten verbreitete Verfahren ist aber das so genannte Metallschutzgasschweißen. Dabei wird unter starkem Strom ein Lichtbogen erzeugt, der die nötige Hitze liefert. Ein Schutzgas verhindert gleichzeitig, dass Luft an die Schweißnaht tritt.

Je nach Schweißauftrag und zu schweißendem Material kommt auch das Schweißen mit Hilfe eines Energieträgers aus dem enorm hitzebeständigen Metall Wolfram in Betracht.

Um ein älteres Verfahren handelt es sich dagegen beim Gasschweißen unter offener Gasflamme mit Sauerstoff und Acetylen. Dabei werden übrigens Temperaturen von bis zu 3200 Grad Celsius erreicht.

Im Metallschutzgasschweißen gewann Fabian Kaczmarczyk aus Schwamtal. In seinem Beruf als Stahlbauer schweißt der 18-Jährige damit Stahlträger für Treppen und Balkone zusammen.