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Gesundheit

Wespen trüben die Sommerfreude

10.07.2008 | 18:02 Uhr

Für Allergiker können Stiche lebensbedrohlich sein. Ruhe bewahren ist erste Bürgerpflicht. Altes Hausmittel gegen Juckreiz: eine aufgeschnittene Zwiebel auf die Stichstelle legen.

Im Sommer füllen sich Straßencafés, Biergärten und Eisdielen, in den Gärten beginnt die Grillsaison. Doch Eisbecher und Grillwürstchen locken auch unliebsame Gäste an: Wespen, Bienen und Mücken. Apotheker wissen, wie man sich am besten vor den Plagegeistern schützen kann und was zu tun ist, wenn das Insekt doch zugestochen hat.

Nähern sich die ungebetenen Gäste, gilt es vor allem, Ruhe zu bewahren. Auch wenn es schwer fällt, sollten hektische Bewegungen unbedingt vermieden werden, denn sie reizen besonders Wespen und Bienen zum Stechen. „Die Tiere fühlen sich bedroht, wehren sich und stechen zu”, warnt Ulf Brenne, Pressesprecher der Apotheker in Oberhausen. „Lebensmittel sollten im Freien nie offen stehen gelassen werden.” Besonders gefährlich könne auch das Trinken aus einer geöffneten Flasche werden: „Krabbelt eine Wespe oder Biene unbemerkt hinein und sticht beim nächsten Schluck zu, kann es zu einer lebensbedrohlichen Schwellung kommen.” Bei einem Stich in den Mund-, Rachen- oder Lippenbereich: sofort einen Arzt aufsuchen.

Besonders gefährlich können Insektenstiche für Menschen sein, die allergisch gegen das Gift sind. „Schätzungsweise jeder fünfte Deutsche reagiert auf den Stich einer Wespe oder Biene allergisch. Das geht von Juckreiz, Hautausschlag, Atemnot, Zittern, Schwindel, Übelkeit oder Erbrechen bis hin zum allergischen Schock”, berichtet Brenne. In diesem Fall muss sofort der Notarzt gerufen werden. Bei einer bekannten Allergie auf Insektenstiche sollten die Patienten immer ein Notfallset mit entsprechenden Medikamenten dabei haben.

Damit es erst gar nicht zu Insektenstichen kommt, empfiehlt der Apotheker: „Stark duftende Kosmetika, wie Parfum, Haarspray oder Creme beim Aufenthalt im Freien vermeiden, denn diese Gerüche ziehen Insekten besonders an. Für die Gartenarbeit ist es ratsam, Kleidungsstücke zu tragen, die Arme und Beine bedecken. Im Freien besser auf Barfuss laufen verzichten, weil sich Wespen oft am Boden aufhalten.” Empfehlenswert seien auch insektenabweisende Mittel, so genannte Repellents, die auf die Haut aufgetragen werden und sechs bis acht Stunden wirksam sind.

„Hat trotz aller Vorsichtsmaßnahmen ein Insekt zugestochen, sollte die Stelle mit gekühlten Gelkissen oder juckreizstillenden Gelen, die gleichzeitig auch eine Kühlung bewirken, behandelt werden, um ein Anschwellen zu verhindern”, rät Brenne. Auch ein altes Hausmittel lindert den Juckreiz: Einfach eine aufgeschnittene Zwiebel auf die Stichstelle legen.

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