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Weniger Müll in Oberhausen

02.08.2012 | 08:00 Uhr
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Weniger Müll in Oberhausen
Die geringe Müllmenge in Oberhausen liegt unter anderem an der schrumpfenden Einwohnerzahl der Stadt.Foto: Udo Milbret

Oberhausen.  In den vergangenen acht Jahren wurden weniger Abfälle produziert. Allerdings stieg das Müllaufkommen nach 2010 wieder leicht an.

Bundesweit mag Oberhausen zwar den Ruf einer Pleitestadt haben, doch eines kann man der Stadt definitiv nicht nachsagen: Und zwar, dass sie ein Müllproblem habe. Seit 2004 hat sich das Müllaufkommen der Stadt reduziert, von damals 106 229 Tonnen auf 100 240 Tonnen im Jahr 2011. Doch das heißt nicht etwa, dass die Oberhausener in den vergangenen acht Jahren umweltbewusster geworden wären.

Das glaubt zumindest Markus Werntgen, der den Fachbereich Umweltschutz der Stadt Oberhausen leitet und damit auch für die städtische Abfallentsorgung zuständig ist. „Ich glaube nicht, dass der Verbraucher sich über die Müllmenge , die er täglich produziert, Gedanken macht“, so Werntgen. Er ist sich sicher, dass die Abnahme der Müllmenge unter anderem mit der Einführung der Papiertonne im Jahr 2008 zu tun hat.

Schrumpfende Einwohnerzahl

Werntgen: „Seitdem fällt einiges raus, was vorher noch in den offiziellen Zahlen auftauchte.“ Auch das Inkrafttreten der Oberhausener Gewerbeabfallverordnung im Jahr 2002 wirke sich auf die Höhe des Müllaufkommens aus: „Seitdem müssen gewerbliche Abfälle nicht mehr der Stadt überlassen werden, wie etwa normaler Hausmüll.“ Die Gewerbeabfallverordnung stellt den Verursachern von gewerblichem Müll frei, ihre Abfälle auch von einem unabhängigen Anbieter entsorgen zu lassen.

Der wesentlichste Punkt für die Abnahme der Müllmenge ist nach Ansicht des Fachbereichsleiters allerdings die schrumpfende Einwohnerzahl der Stadt: Lag diese am Ende des Jahres 2004 noch bei 219 309 Bürgern, waren es Ende 2011 nur noch 212 568. „Die Abnahme des Müllaufkommens geht Hand in Hand einher mit der Bevölkerungsentwicklung “, so Werntgen. Den Löwenanteil des Gesamtmüllaufkommens macht der herkömmliche Haus- und Sperrmüll aus. Auch dessen Volumen ist seit 2004 zurückgegangen: Während vor acht Jahren in Oberhausen pro Jahr noch 73 752 Tonnen produziert wurden, waren es im vergangenen Jahr 69 272 Tonnen.

Immer mal wieder Zunahmen

Im Jahresvergleich haben die Oberhausener wieder etwas mehr Müll produziert. 2010 lag die Menge des gesamten Müllaufkommens noch bei 99 722 Tonnen. Gewerbliche Abfälle sind bereits enthalten. Im Jahr 2011 stieg die Zahl wieder auf 100 240 Tonnen an. Analog dazu ist auch das Volumen des Haus- und Sperrmülls leicht angestiegen: Von 68 096 Tonnen (2010) auf 69 272 Tonnen (2011). Dieser leichte Anstieg ist allerdings normal: Auch in den Jahren zuvor gab es immer mal wieder Zunahmen.

Simon Rahm

Kommentare
02.08.2012
18:25
Weniger Müll in Oberhausen
von BjoernKW | #1

Warum sollten sich die Oberhausener auch über die produzierten Müllmengen Gedanken machen? Die Stadt Oberhausen liefert ja Anreize mehr Müll zu produzieren. Wir sind als 2-Personen Haushalt mit einer Mülltonne mit blauem Deckel (Abholung alle 4 Wochen) immer sehr gut ausgekommen. Weil wir der Stadt Oberhausen aber offensichtlich nicht genug Müll verbraucht haben, hat man uns eine Mülltonne mit rotem Deckel (Abholung alle 2 Wochen) aufs Auge gedrückt. Jetzt vermeiden wir halt eben keinen Müll mehr.

Wenn die Stadt Oberhausen meint, ihre Bürger schröpfen zu müssen, soll sie auch gucken, was sie mit dem zusätzlichen Müll anfängt.

Hier geht es überhaupt nicht darum, die Umwelt zu schonen, sondern die Haushaltslöcher der Stadt zu stopfen.

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