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Weitere Einsparungen träfen den künstlerischen Bereich hart

26.01.2012 | 10:42 Uhr
Weitere Einsparungen träfen den künstlerischen Bereich hart
Peter Carp ist und bleibt Theater-Intendant am Theater Oberhausen.Foto: Stephan Glagla

Oberhausen.Die Umsatzerlöse sind gestiegen, die Erträge lagen um 298.000 Euro über dem Planungsansatz. Die Mehreinnahmen betreffen mit 205.000 Euro insbesondere Sonderzuschüsse für Projekte: Der Jahresabschlussbericht des Theaters erfreute die Mitglieder des Kulturausschusses.

„Die Vorlage zeigt, dass sich die Wertschätzung des Theaters in den Besucherzahlen niederschlägt“, so Manfred Flore, der SPD-Sprecher im Ausschuss. Sein CDU-Kollege Klaus-Dieter Broß hob die überregionale Bedeutung hervor, die unser Schauspielhaus erlangt habe: „Wir sind stolz auf unser Theater.“

Flore und Broß nutzten die Gelegenheit, dem Intendanten Peter Carp für die Vertragsverlängerung (wir berichteten) zu danken. Flore: „Wir freuen uns, dass uns der Intendant erhalten bleibt, das spricht für Oberhausen.“ Dennoch werde es sich nicht vermeiden lassen, dass das Theater im Zuge der anstehenden Sparmaßnahmen-Diskussion genannt werde. Broß befürchtet, irgendwann werde die Frage akut: „Wollen und können wir das Theater haben?“

Regisseure werden nicht fallen gelassen

Sehr gern habe er das Angebot der Verlängerung angenommen, sagte Carp. „Man wird gewollt, die Arbeit wird anerkannt.“ Kontinuität, Vertrauen und Perspektive seien die wichtigsten Säulen für gute Arbeit. „Es beruht auf Gegenseitigkeit. Wir geben Regisseuren wie Herbert Fritsch eine Chance und lassen sie auch nicht fallen, wenn ein Stück mal weniger erfolgreich läuft.“ Das zahle sich aus. Nora sei das beste Beispiel dafür.

Theaterfest

Carp: „Unser Gastspiel am Thalia-Theater war ausverkauft (700 Plätze). Es tobte der Saal.“ Ein Gastspiel, das den Oberhausener Theaterfans zugute kommen wird, denn die Hamburger revanchieren sich. Carp: „Im März zeigen sie bei uns ,Draußen vor der Tür’, eine sensationelle Inszenierung.“

Der Intendant sagte aber auch, dass das Theater mit einer Mio. Euro bereits 12% des Gesamtetats einspare. Mehr zu sparen, träfe den künstlerischen Bereich hart.

Gudrun Mattern

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