Weiter Streit um Veranstaltung der „Grauen Wölfe“

Die Diskussion um eine Veranstaltung der als „Graue Wölfe“ bekannten Föderation der Türkisch-Demokratischen Idealistenvereine am 26. April in der König-Pilsener-Arena reißt nicht ab. Nachdem die Arena dafür kritisiert wurde, den Ultranationalisten die Halle vermietet zu haben, hat sie nun im Internet Stellung genommen. Dort ist zu lesen, dass bereits bei Anfrage des Veranstalters umgehend das Gespräch mit Ordnungsbehörden, Polizei und Staatsschutz gesucht worden sei. Von diesen Seiten habe es jedoch keine Aufforderung zur Unterlassung der Vermietung gegeben. Desweiteren sei die Arena nicht frei in ihrem Recht der Auswahl ihrer Nutzer. Sie dürfe jene nur ablehnen, wenn der Verfassungsschutz eine Versammlung als unzulässig erkläre.

Die Stadt zumindest verwehrt sich gegen die Behauptung, es habe Gespräche mit der Arena gegeben. „Außerdem“, sagt Stadtsprecher Rainer Suhr, „müssen wir auch kein Okay geben.“ Polizeisprecher Axel Deitermann bestätigt hingegen, von der Arena hinsichtlich der Sicherheitslage um Rat gefragt worden zu sein. Es gebe jedoch keine Bedenken. Auch sei eine Gegendemo bisher nicht angemeldet worden.