Wege aus dem Dunkel der Seele
14.07.2008 | 18:29 Uhr 2008-07-14T18:29:05+0200BROSCHÜRE. Ein neuer Ratgeber listet die Oberhausener Hilfsangebote für Frauen auf, die an Depressionen leiden.
"Die Depression gilt als ,Schnupfen' unter den psychischen Erkrankungen", sagt Ursula Nuber - "nicht, weil sie so harmlos ist wie eine Erkältung, sondern weil sie inzwischen so häufig auftritt, dass Fachleute von einer ,Depressionsepidemie' sprechen." In Deutschland seien rund 2,8 Millionen Männer und etwa fünf Millionen Frauen betroffen, erklärte Nuber, Diplompsychologin und Buchautorin, in ihrem Vortrag zum Frauengesundheitstag 2006. Dort wurde der Grundstein gelegt für die Broschüre "Wegweiserin aus dem seelischen Dunkel - Depressionen bei Frauen", die jetzt erschienen ist.
Eine Depression ist eine psychische Erkrankung und führt zu einer tiefen Veränderung im Fühlen, Denken und Verhalten eines Menschen. Depressionen entstehen durch verschiedene Faktoren, die Verletzlichkeit erzeugen, wissen Experten; kritische Lebensereignisse können zum Ausbruch der Krankheit führen. Grundsätzlich kann jeder Mensch erkranken, doch Frauen werden etwa doppelt so häufig depressiv wie Männer.
Mit der Herausgabe der Broschüre "Wegweiserin aus dem seelischen Dunkel" schließe das Netzwerk Frauen und Gesundheit eine wichtige Informationslücke der vorhandenen Versorgungsstruktur vor Ort, findet Ingeburg Josting, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt. Das Netzwerk habe sich ausführlich mit dem Thema auseinandergesetzt, eine Umfrage zu Beratungsangeboten bei Krankenhäusern, psychotherapeutischen Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen initiiert und so Informationen zusammengetragen, die Betroffenen helfen sollen, den Weg aus der Depression zu finden.
Die Broschüre liegt bei den Kooperationspartnern des Netzwerkes Frauen und Gesundheit aus: Evangelisches Familienbildungswerk, Frauenberatungsstelle Frauen helfen Frauen, Frauenreferat im Evangelischen Kirchenkreis, Jugendamt, Katholische Familienbildungsstätte, Pro Familia, RAA und Bereich Gleichstellung. Weitere Info: Tel: 825 20 50.

09:09
Leiden Männer nicht unter Depressionen ?
Männergesundheitstag - das wäre ja auch mal was !