Warum der Strompreis wirklich steigt
29.11.2012 | 05:55 Uhr 2012-11-29T05:55:00+0100
Oberhausen. Grüne luden zur Podiumsdiskussion. Tenor: Steuern, Abgaben Industrieprivilegien seien Schuld.
Die 2013 anstehende Strompreiserhöhung ist ein echtes Aufregerthema: Gut 10 Prozent mehr verlangt etwa der hiesige Platzhirsch, die Energieversorgung Oberhausen (EVO) . Die Kilowattstunde im Grundversorgungstarif kostet dann inklusive Zählergebühr 29,07 Cent statt 26,30 Cent. So war es kein Wunder, dass die von den Grünen initiierte Podiumsdiskussion „Warum der Strompreis wirklich steigt“ am Dienstagabend im Bernardus auf ein breites Interesse stieß. Die Event-Kirche Sankt Bernardus war dicht gefüllt.
Aufschlag von einen Cent
Eine eindeutige Antwort auf die Frage gab die Grünen-Bundestags-abgeordnete Bärbel Höhn: „Schuld hat die Bundesregierung.“ Die habe zum Beispiel viele Unternehmen Umlage, mit der erneuerbare Energien gefördert werden sollen, befreit. Rechne man alle gewährten Privilegien aus der Strompreiserhöhung heraus, bliebe lediglich ein Aufschlag von einem Cent übrig.
Stromspartarife und Energiesparfonds
Ihre Forderung: Industrieprivilegien nur für wirklich energieintensive Betriebe. Aber auch die Vergütungen für Windenergie- und Biogasanlagenbetreiber sei zu überprüfen. Zugleich appellierte sie an die Energieversorger, gestaffelte Stromspartarife einzuführen, für Kommunen einen Energiesparfonds einzurichten, damit Gebäude gedämmt werden können, und die Hartz IV-Sätze anzuheben, um sozial Schwachen einen Ausgleich zu geben.
Bernd Homberg, Vorstandsmitglied der EVO, machte deutlich, dass von den anstehenden Erhöhungen gerade mal 0,46 Cent in seinem Unternehmen hängen blieben. Die EVO-Kunden erinnerte er daran, dass man ihnen eine Beratung vor Ort anbiete. Stromsperren seien nur das allerletzte Mittel. Schon jetzt nutzten 3000 EVO-Kunden die Möglichkeit, Zahlungsrückstände per Ratenzahlung wieder auszugleichen. 500 Oberhausener seien Vorkassenzahler, um einer Stromsperre zu entgehen.
Einsatz von Mini-Kraft-Wärme-Kopplung
Den verstärkten Einsatz von sogenannten Mini-Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)-Anlagen, mit denen zugleich Wärme und Strom erzeugt werden können, propagierte Heizungsfachmann Fred Schnaitmann. Die Nutzung moderner Technologien überhaupt, ermöglichten es, den Energieverbrauch deutlich zu reduzieren.
Auf solche Energiesparmöglichkeiten , wie etwa die Gebäudedämmung, verwies auch Udo Sieverding von der Verbraucherzentrale NRW. Auch der Wechsel des Energieanbieters sei eine Möglichkeit, die Kosten zu senken. Zuvor sollte man aber bei derzeitigen Anbieter nach anderen Tarifen fragen. Wie Höhn, so ist auch Sieverding der Meinung: „Die Preiserhöhung war eine politische Entscheidung.“
Internetportale wie etwa Verivox, Mut zum Wechseln, derwesten, Stromtarife oder Check24 bieten Preisvergleiche an. Die Verbraucherzentrale gibt Infos auf ihrer Internetseite www.vz-nrw.de, Stichwort Energiepreisatlas.
06:51
Die Einführung der erneubaren Energien sollten durch die Ökosteuer unterstützt werden. Diese, welche Rot-Grün eingeführt hat, ist für andere Haushaltslöcher verwendet worden. Die Zweckentfremdung hat mit dazu Teil dazu beigetragen, dass die Preise nun drastisch steigen müssen. Die Konzeptlosigkeit will ich nicht einmal erwähnen.
Anderen Parteien die Schuld zuweisen beherrschen ALLE Parteien sehr sehr gut. Ihr werdet nicht für inkompetente Kommentare bezahlt, sondern für logisches, vernünftiges und politisches Handeln im Sinne des Volkes.
Die Politik hat für Ausländer einen Test eingeführt, um an die deutsche Staatsbürgerschaft zu erlangen. Man sollte darübernachdenken, ob Politiker nicht auch einen Prüfung ablegen müssen, dass sie überhaupt dazu in der Lage sind Volksvertreter zu werden. Her mit dem Politiker-TÜV!
17:46
Ich hoffe,dass Herr Homberg von der EVO auch weiß,welch unfähiges Personal er in den eigenen Reihen hat.Der WAZ liegt eine Email mit allen Einzelheiten vor-ich bin mal gespannt,ob das veröffentlicht wird!!
11:03
Frau Höhn glaubt, dass der Bürger vergessen hat, wer für Preiserhöungen verantwortlich ist. Ich nenne nur eines: Ökosteuern. Weiterführen könnte man es mit den umstrittenen Umweltzonen, die so manchen Mittelstand plattgemacht hat.
Sorge um die Umweltbelastungen OK, aber muß Deutschland für Alles Vorreiter sein ?
09:26
Frau Höhn vergisst das Herr Trittin als Minister für den Ausstieg aus der Atomenergie nichts gemacht hat und für die Befreiung der Betriebe für Zahlumgen verantwortlich ist.
Das vergessen die Grünen aber immer was sie gemacht haben.
07:33
Schulschließungen, Großspielhallenneubauten, Schließungen von Jugendeinrichtungen, Kürzungen im ÖPNV etc. alles wird von den Grünen brav mitgetragen und ohne Kritik abgenickt. Mir fehlt der Glaube, das zu glauben, was Frau Höhn uns hier erzählen will. Und es stimmt auch so nicht, man muss nur die Preise der Anbieter vergleichen. Es geht auch anders- man muss nur wollen.