Warnstreiks - viele Kitas wieder zu
02.02.2010 | 18:25 Uhr 2010-02-02T18:25:00+0100
Nach den gescheiterten Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst, mit der Kernforderung von fünf Prozent mehr Geld, ruft Verdi für Donnerstag zum Warnstreik auf. Viele Kitas sind dann zu. Auch Stoag-Busse sollen Donnerstag im Depot bleiben. Verdi bittet alle Bürgerinnen und Bürger um Verständnis.
Der monatelange Streik in den städtischen Kitas ist aus dem letzten Jahr noch in guter Erinnerung, da rollt neues Ungemach auf Oberhausener Eltern zu. Aber auch bei der Verwaltung, bei den Stadtwerken, der Stoag, der WBO oder den Sparkassen sollen die Türen geschlossen bleiben. Nach den gescheiterten Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst, mit der Kernforderung von fünf Prozent mehr Geld, ruft Verdi für Donnerstag zum Warnstreik auf. Als besonders sensible Bereiche dürften sich dabei Kindertagesstätten und der Nahverkehr entpuppen.
„Ich rechne damit, dass kein Stoag-Bus aus dem Depot fährt”, sagte Verdi-Geschäftsführerin Henrike Greven. „Bei den Kitas wollen wir so viele wie möglich geschlossen bekommen.” Dort, wo die Gewerkschaft gut organisiert sei, werde das auch gelingen, anderswo vielleicht nicht. Jedenfalls könne sie allen Eltern nur dringend anraten, sich für diesen Tag selbst zu organisieren. Der überwiegende Teil der Kitas, dies habe die Erfahrung aus der Vergangenheit gelehrt, würde am Donnerstag dicht bleiben. „Dafür kann ich nur alle Betroffenen um Verständnis bitten.”
Zumindest bei Andreas Blanke trifft sie damit auf offene Ohren. „Wenn es bei diesem einen Tag bleibt, ist es aus unserer Sicht akzeptabel”, erklärte der Sprecher der Initiative „Eltern für Kinder”. Es dürfe allerdings nicht wieder zu einer Hängepartie kommen, wie im letzten Jahr, wo es über Monate gegangen sei.
Zumindest was die nahe Zukunft angeht, kann Greven hier erst einmal Entwarnung geben. „Am 10. und 11. Februar stehen neue Verhandlungen in Potsdam an.” Bis dahin werde es keine Warnstreiks mehr geben. „Und danach gehe ich von Schlichtung aus, so dass in absehbarer Zeit nicht mit weiteren Arbeitskämpfen zu rechnen ist.”
Zu rechnen sei am Donnerstag wohl auch nicht mit Schnee, erklärte die Gewerkschafterin scherzhaft und wies auf Verdis guten Draht zur Kirche hin. Sollte man im Himmel allerdings kein Einsehen haben, werde die WBO mit ihrem Räumdienst selbstverständlich ihrer Pflicht nachkommen und für Verkehrssicherheit sorgen. Das gleiche gelte für Hausmeister und Hausmeisterinnen in Schulen. Beim technischen Personal müsste natürlich die Sicherheit der Kinder im Vordergrund stehen.

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