Waldteich: Anlieger drängen auf verträgliche Lösung
18.08.2008 | 16:57 Uhr 2008-08-18T16:57:00+0200Eine eigene Autobahnabfahrt und eine andere Anordnung der Hallen auf dem könnten den Konflikt um die Ansiedlung des riesigen Logistik-Zentrums zwischen Holen und Sterkrade entschärfen.
Der Blick fällt auf riesige Industriehallen und nicht mehr auf den Grüngürtel. Auf den Zufahrtsstraßen rollen schwere Lkw ohne Unterlass. Und mit der guten Wohnlage ist es vorbei. Es ist Angst vor einem solchen Szenario, die die Anlieger des Gewerbegebiets Im Waldteich zum Ortstermin mit SPD-NRW-Generalsekretär Mike Groschek und Bezirksbürgermeister Dieter Janßen treibt. Noch lieber hätte man vermutlich Planungsdezernent Peter Klunk gesehen. Der gilt für die Betroffenen vor Ort als treibende Kraft bei der Ansiedlung des Mega-Logistik-Zentrums von ThyssenKrupp Materials International (TKMI), durch das 400 Jobs in dem Bereich entstehen soll. Dass dies nicht ohne Auswirkung auf die Lebensqualität rund um den Waldteich bleibt, gilt als sicher. Umstritten ist das Ausmaß der Belastung für die Menschen zwischen Sterkrade und Holten. Konkret geht es um die Veränderung des geltenden Bebauungsplan 331 A, der 1996 mit einer Stimme Mehrheit im Rat durchgewunken. Nach allgemeiner Einschätzung, die auch die Bürgerinitiativen teilen, stellt der Bebauungsplan einen sinnvollen Kompromiss zwischen Industrie, Gewerbe, Grünflächen und Wohnbebauung dar, mit dem man Leben konnte. Denn eine reine Wohngegand war der Bereich ib Nachbarschaft der früheren ruhrchemie noch nie. Durch die Änderung des Bebauungsplanes, der künftig die Nr. 605 tragen soll, entsteht nach Auffassung der Anlieger auf die Bedürfnisse von TKMI zugeschnittenes Baurecht. Mike Groschek, der Polit-Profi, weckt Hoffnungen, ohne Versprechungen zu machen. Am Wochenende treffe er Bundesverkehrsminister Tiefensee. Da werde er mal antesten, wie es mit der ersehnten eigenen Autobahn-Abfahrt für den Waldteich stünde. Dann wäre zumindest das Verkehrsproblem gelöst. Wasbeim Rhein-Ruhr-Zentrum in Mülheim möglich war, müsse auch in OB machbar sein. An der Finanzierung dürfe ein solches Projekt nicht scheitern. Schließlich habe auch das CentrO 1,8 Mio Euro für den Ausbau der Werksgasthaus-Kreuzung locker gemacht. Und: Ein solcher Zubringer lasse auch geplanten Autohof am Waldteich wieder realistischer erscheinen. Ende September will er das Ergebnis seiner Recherchen mitteilen. Außerdem, so Groschek, müsste die Diskussion doch inzwischen den Investor ThyssenKrupp „wachgeküsst” und möglicherweise eine Umplanung initiiert haben. Bezirksbürgermeister Dieter Janßen gibt sich konfliktbereit: „Die Leute haben sich sich auf den geltenden Bebauungsplan verlassen. Ich werde im Rat gegen eine Veränderung stimmen”, verspricht er und erhält dafür Beifall. Ebenso für seinen Vorschlag, die Offenlegung des Bebauungs-planes zu verschieben, bis man eine verträgliche Lösung gefunden hat. Die könnte so aussehen, dass nicht vier riesige Hallen in Reihe gebaut werden, sondern zwei zur anderen Seite hin, weg von der Wohnbebauung. Harald Bunk von der Bürgerinitiative betont, dass man keine Jobs verhindern wolle, sondern nur auf Vereinbarungen poche: „Dabei gehen wir alle Wege, die uns zustehen.”

15:12
Ich frag mich was diese GANZE Show soll?! Wenns in Zukunft jedes Mal, wenn sich ein Unternehmen ansiedeln möchte, so einen Zirkus gibt.....
09:17
Ach so, Groschek spricht nächsten Samstag Monister Tiefensee! Warum hat er das nicht schon vor zwei Monaten getan? Was soll denn diese Polit-Show?
OB Wehling kämpft für mehr Arbeitsplätze und Groschek macht gemeinsame Sache mit der BI gegen 400 Arbeitsplätze im ausgewiesenen Gewerbegebiet! Tolle Abstimmung.
Groschek will ja nach Berlin. In dieses Sozi-Berlin-Chaos scheint er ausgezeichnet zu passen!
08:33
Da wollte wohl jemand kurz vor Feierabend noch schnell den Waldteich-Text verfassen / abtippen.Rechtschreibfehler gibts mal wieder reichlich.
Die Anwohner sind natürlich zu verstehen, selbst jetzt ist das Verkehrsaufkommen recht hoch, besonders durch LKW.
00:54
Einfach mal den Text lesen,, das hilft.
22:35
sticht sofort ins Auge.
Eine eigene Autobahnabfahrt und eine andere Anordnung der Hallen auf dem ja was denn könnten den Konflikt um die Ansiedlung des riesigen Logistik-Zentrums zwischen Holen sollte wohl Holten und Sterkrade entschärfen