Wahlkampf vor dem Bordell

Unter dem Slogan „Posto packt’s an“ tourt der Oberbürgermeisterkandidat Apostolos Tsalastras in den kommenden vier Wochen durch Oberhausen. Zu den rund 30 Terminen, die er wahrnehmen will, gehören Gespräche am Waldteich-Gewerbepark, wo sich Bürger für einen Autobahnanschluss stark machen, sowie an Flüchtlingsheimen. Am Südmarkt will Tsalastras mit den Anwohnern der Straßen rund um das Rotlichtviertel diskutieren. Dabei setzt der von den Grünen und der FDP unterstützte Sozialdemokrat nicht, wie von der CDU gefordert, auf eine Verlagerung des Bordells aus der Innenstadt heraus. „Wir wollen sehen, wo und wann Probleme im Umfeld auftauchen und wie wir die Situation mit dem uns gegebenen Rahmen verbessern können.“

Bürgergruppen oder Interessengemeinschaften sollen Tsalastras auch einladen können, um ihm vor Ort ihre Sorgen zu verdeutlichen. Ab dem 5. August seien Termine möglich (apostolos@tsalastras.de).

Anregungen der Bürger will der aktuelle Erste Beigeordnete und Dezernent innerhalb des Rathauses weitergeben. Ein Vorteil, den er als Mitglied der Stadtspitze gegenüber Gegenkandidat Daniel Schranz (CDU) ausspielt? „Auch die CDU kann jederzeit Bürgerideen an die Verwaltung weitergeben.“