Visionen für Oberhausen 2030

Oberbürgermeister Klaus Wehling (4.v.r.) mit Vertretern von Stadt und Fraunhofer-Umsicht gestern beim ersten Treffen des Zukunftsteams im Rathaus.
Oberbürgermeister Klaus Wehling (4.v.r.) mit Vertretern von Stadt und Fraunhofer-Umsicht gestern beim ersten Treffen des Zukunftsteams im Rathaus.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Zukunftsteam des Wettbewerbs setzt auf breite Bürgerbeteiligung. Besuch des Ausstellungsschiffs MS Wissenschaft markiert dazu den Start.

Oberhausen.. Befragungen, Workshops, Schulaktionen, eine Ausstellung, eine eigene Webseite, die Nutzung sozialer Medien – das Projekt „Oberhausen Vision 2030+“, bei dem die Bürger in den kommenden Monaten ihre Vorstellung von einer lebenswerten Stadt erarbeiten sollen (wir berichteten), setzt auf breite Beteiligung und vielfältige Themen. Den Start dazu markiert der Besuch des Ausstellungsschiffs MS Wissenschaft, das am Dienstag, 16. Juni, am Kaisergarten anlegt.

„Wir wollen den Menschen in der Stadt Lust darauf machen, dass sie sich an dem Projekt Vision 2030+ beteiligen“, erklärte Planungsdezernentin Sabine Lauxen gestern beim ersten Treffen des Zukunftsteams, das sich aus Vertretern der Stadt und des Forschungsinstituts Umsicht zusammensetzt.

Das 103 Meter lange Frachtschiff, das auf seiner Tour 40 Städte in Deutschland und Österreich besucht und bis zum Donnerstagabend, 18. Juni, die Leinen in Oberhausen fest macht, ist dazu hervorragend geeignet: Es steckt voller Ideen und Erkenntnisse aus der Forschung und die vielen Ausstellungsstücke fordern die Kreativität der Besucher.

Modelle selbst gestalten

Es geht um Mobilität und Vernetzung, Energie und Klima, aber auch um Natur in der Stadt, um neue Wohnformen und soziale und wirtschaftliche Entwicklungen. Die Besucher können an Modellen ihr Haus oder ihre Stadt der Zukunft selbst gestalten. Sie erfahren, wie Technik hilft, einen Verkehrsinfarkt zu vermeiden oder warum es ökologisch sinnvoll sein kann, mitten in der Stadt neue Hochhäuser zu bauen. Kinder lernen auf spielerische Weise, wie sich Fuchs, Hase und Co. dem Leben in der Stadt anpassen.

Planungsdezernentin Lauxen wird am Dienstag, 16. Juni, von 12 bis 13 Uhr auf dem Schiff darüber informieren, wie sich die Bürger und Initiativen aus Oberhausen in diesen Prozess einbringen können. Anschließend und auch an den beiden weiteren Ausstellungstagen Mittwoch und Donnerstag – dann jeweils von 14 bis 17 Uhr – besteht Gelegenheit, mit Mitarbeitern der Stadtverwaltung ins Gespräch zu kommen und erste Ideen für die Zukunft von Oberhausen auf einem Plakat zu skizzieren.

„Oberhausen Vision 2030+“ ist Teil des dreistufigen Wettbewerbs „Zukunftsstadt“, an dem 52 Kommunen/Kreise teilnehmen, und wird mit 35.000 Euro gefördert. Die 20 Kommunen mit den besten Ideen kommen weiter. Am Ende dürfen acht ihren erarbeiteten Plan umsetzen. Dafür gibt es vom Bund mehrere Millionen Euro.