Versicherungsschutz bei Unwetter

Angesichts der immer wieder auftretenden Stürme und heftigen Regenschauer gibt Kathrein Becker von der Verbraucherzentrale Hinweise zum Versicherungsschutz.

Für Sturmschäden haften Gebäude-, Hausrat- und Kaskoversicherungen. Sturm ist nach den Bedingungen der Versicherer ab Windstärke acht. Einen dreifachen Schutz gegen Sturm/Hagel, Feuer und Leitungswasser bietet die Gebäudeversicherung: Eine solche Police sollten Hausbesitzer vorweisen können, wenn das Dach abgedeckt, der Schornstein beschädigt oder ein Baum aufs Haus gefallen ist. Wurden Hausratgegenstände zum Spielball des Sturms, sind diese Schäden durch die Hausratversicherung abgedeckt, wenn Fenster und Türen verschlossen waren.

Sind durch das Unwetter Keller überflutet und Wände und Inventar beschädigt worden, dann hilft allein die so genannte Elementarschaden-Versicherung.

Hat der Sturm Dachziegel auf ein parkendes Auto geschleudert, ist die Teilkasko des Autohalters in der Zahlungspflicht. Er braucht bei anerkannten Unwetterschäden keine Rückstufung zu befürchten. Fährt ein Auto auf einen umgestürzten Baum haftet nur die Vollkasko-, aber nicht die Teilkaskoversicherung für den Schaden. Hat ein nachweislich morscher Baum beim Umsturz einen Schaden angerichtet, muss der Baumbesitzer oder seine Haftpflichtversicherung gegebenenfalls dafür aufkommen.