Verkehrsunternehmen stellt sich hinter Mitarbeiter

Stoag-Sprecherin Sabine Müller stellt sich hinter ihre Kontrolleure: „Zwei der Schülerinnen ohne gültigen Fahrausweis haben im hinteren Teil des Busses gesessen. Drei weitere Schüler standen in der Mitte, es war von keinem die Absicht einer Entwertung bei Kontrollbeginn erkennbar.“ Beide Prüfer seien deeskalierend ausgebildet und in der Ausübung ihrer Tätigkeit „ruhig und gelassen – bestimmend ja, aber keinesfalls aggressiv“.

Müller weist darauf hin, dass jeder Fahrgast beim Einsteigen einen gültigen Fahrausweis besitzen muss. „Falls nicht, muss er seinen Fahrschein unverzüglich entwerten.“ Die Erfahrungen, die bei einer früheren Klassenfahrt gemacht worden seien, dürften nicht dazu führen, „die verbundweit gültigen Beförderungsbestimmungen außer Kraft zu setzen“. Müller weiter: „Dem Umstand, dass eine Klassenfahrt eine besondere Herausforderung für das Lehrpersonal darstellt, hat die Stoag Rechnung getragen und kulanter Weise den rechtmäßigen Anspruch auf Zahlung des erhöhten Beförderungsentgeltes auf 10 Euro pro Beanstandung reduziert.“

Britta Wirth sieht die Geschichte nach wie vor anders. Sie hat jedenfalls mit den Eltern ihrer Klasse beschlossen, dass die Kinder das Bußgeld nicht zahlen müssen. „Das nehmen wir aus der Klassenkasse.“