Verkauf nur auf Treu und Glauben?

Wehling-Interview. Über die Verdienste des Oberbürgermeisters während seiner Amtszeit lässt

sich trefflich streiten. Als Außenstehender sollte man wegen oft fehlender Sachkenntnis ein wenig Zurückhaltung üben in der Beurteilung politischer Vorgänge. Ein Punkt in diesem ausführlichen Interview verdient aber doch der besonderen Erwähnung. Es ist der Verkauf des Stahlwerkgeländes, den Herr Wehling heute als großen Fehler bezeichnet. Beim Lesen des Interviews entsteht der Eindruck, dass der Verkauf mehr auf Treu und Glauben erfolgte als auf klare und dem Wohle der Stadt dienliche verbindliche juristische Verträge. Wie kann eine Stadt ein solch einmaliges und riesengroßes Filetstück mit erstklassiger Verkehrsanbindung und zudem in einem Ballungsraum wie dem

Ruhrgebiet verkaufen, ohne sich ein Mitspracherecht bei der Vermarktung in einem bestimmten Zeitraum zu sichern? Welche Dilettanten von Juristen haben bei der Vertragsformulierung diese für die Stadt so wichtigen Punkte außer Acht gelassen? Nein, Herr Wehling, mit Glaubwürdigkeit und Vertrauen macht man keine Geschäfte, besonders nicht in dieser Größenordnung mit gravierenden Folgen für unsere Stadt.

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