Vergewaltigung war nicht nachzuweisen

Mit einem Freispruch endete jetzt vor dem Landgericht Duisburg das Verfahren gegen einen 46-jährigen Oberhausener. Dem Mann war vorgeworfen worden, am 21. Juni 2014 einen 24 Jahre alten geistig Behinderten vergewaltigt zu haben (die NRZ berichtete). Bewiesen werden konnte das am Ende des mehrtägigen Verfahrens aber nicht.

Tatort war laut Anklage eine Wohnung in Sterkrade. Der Angeklagte soll den jungen Mann ins Schlafzimmer gedrängt und ihn unter Androhung von Gewalt zum Sex gezwungen haben. Danach habe der 24-Jährige aus Angst vor Schlägen noch einen ebenfalls geistig eingeschränkten Begleiter des Angeklagten befriedigt.

Die Beweissituation war von Anfang an schwierig, weil der Gesundheitszustand einiger Zeugen die Vernehmungen deutlich erschwerte. Im Laufe des Prozesses verdichteten sich Hinweise, dass es schon im Vorfeld zu sexuellen Kontakten zwischen Beteiligten gekommen war. Zu beweisen sei angesichts der zahlreichen Widersprüche in den Aussagen letztlich nichts mehr, meinte das Gericht.