Verfahren gegen Busfahrerin in Oberhausen eingestellt

Der Bus hatte zwei Ausstellungswagen eines Autohauses unter sich begraben.
Der Bus hatte zwei Ausstellungswagen eines Autohauses unter sich begraben.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Das Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung gegen eine Busfahrerin in Oberhausen wurde gegen Zahlung einer Geldbuße von 2000 Euro eingestellt.

Oberhausen.. Ein Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung gegen eine Busfahrerin der Stoag wurde gestern vor dem Amtsgericht in Oberhausen eingestellt. „Es hat weder eine Verurteilung, noch einen Freispruch gegeben“, erklärte Amtsgerichtsdirektor und Sprecher des Hauses Joachim Busch. Das bedeutet, in der Verhandlung konnte nicht geklärt werden, ob ein technischer Defekt oder ein Fehlverhalten der Busfahrerin zu dem Unfall geführt hatten. Die Frau muss deshalb eine Geldbuße von 2000 Euro zahlen.

Sie hatte am 27. Februar des vergangenen Jahres am Steuer des Busses gesessen, der in der Nähe des Centros auf der Kreuzung Osterfelder Straße / Ripshorster Straße zunächst mit einem Ford zusammengestoßen und dann über eine Böschung auf das Gelände eines Autohauses zugerast war und dort zwei Ausstellungswagen unter sich begraben hatte. Bei dem Verkehrsunfall waren sechs Menschen im Bus verletzt worden.

Keine Mängel am Bus festgestellt

Da Gutachter am Fahrzeug keinen technischen Defekt hatten ermitteln können, hatte man der Busfahrerin vorgeworfen, das Gas- mit dem Bremspedal verwechselt und deshalb den Unfall verursacht zu haben. Das aber bestritt die Frau.

Doch weder ein Dekra-Gutachter, der den Bus direkt nach dem Unfall in Augenschein genommen hatte, noch ein Gutachter des Fahrzeugherstellers hatten Mängel an dem Bus feststellen können. Da sich ein womöglich unbemerkt gebliebener Defekt dennoch nicht hundertprozentig ausschließen ließ, wurde das Verfahren eingestellt.