Verein baut Osterfelder Kita aus

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Na bitte, in so einer Küche lässt sich doch ein treffliches Menü kochen. Und gleich nebenan können Entdecker nach Herzenslust Geheimnissen auf die Schliche kommen und zum Beispiel austesten, wie schnell ein Auto auf der Rennbahn fahren darf, um nicht aus der Kurve zu fliegen. Die Akteure solch kniffliger Aufgaben sind allesamt im Kindergartenalter – und sie haben den Neubau der Kindertageseinrichtung „Löwenzahn“ samt Inventar längst für sich erobert.

Der Erweiterungsbau an der Straße An der Höchte in Osterfeld wurde vor kurzem eingeweiht; im Jahr des 25-jährigen Jubiläums von „Löwenzahn“ im Stadtteil. In Osterfeld hat die Bildungseinrichtung, die einst aus einer Elterinitiaitve entstanden ist, von vier auf sechs Gruppen aufgestockt. „Wir haben auch in Osterfeld die Voraussetzungen geschaffen für den zweiphasigen Umbau aller unserer Einrichtungen“, sagt Dirk Rubin, Geschäftsführer von Löwenzahn.

In der Phase 1 werden die ganz jungen Mädchen und Jungen zwei Jahre lang betreut. Die Phase 2 ist für die Kinder gedacht, die bald in die Schule wechseln. „Dieses Konzept trägt der Entwicklung der Kinder Rechnung“, sagt Rubin. „In der ersten Phase brauchen sie engere Bindungen und Bezugspersonen, einen familiäreren Rahmen.“ Die Großen seien hingegen froh, wenn sie unter sich sein können: „Hier kann man mit Englisch anfangen und mit anderen Materialien arbeiten als bei den Kleinen.“

Baulücke in Osterfeld geschlossen

All das geht nun auch in Osterfeld, wo der Neubau auch eine unschöne Baulücke an der Straße Auf der Höchte geschlossen hat.

Die Plätze in den drei „Löwenzahn“-Einrichtungen seien sehr gefragt, sagt Rubin. „Wir hätten nicht erweitert, wenn es keine Nachfrage gäbe.“ Ob es schon lange Wartelisten gibt, wollte er jedoch nicht verraten. Über eines aber staunt Rubin noch immer: „Immerhin haben wir als Bürgerinitiative mal mit ungefähr sieben Eltern bei mir daheim am Küchentisch angefangen.“

In Osterfeld hat „Löwenzahn“ mit der Investorengruppe „7x7“ aus Bonn einen Partner gefunden, „bei dem wir uns vorstellen können, noch andere Projekte zu realisieren“, sagt Rubin.

Nachdem das passende Grundstück gefunden worden war, suchte der Verein einen solchen Investor, der das Grundstück kauft, den Bau der Kindertagesstätte finanziert, als Vermieter fungiert und zugleich die Ziele des Vereins unterstützt.

Die 7x7 Invest AG investierte knapp 1,4 Millionen Euro in den Neubau in Osterfeld, „Löwenzahn“ muss nach Angaben des Investors eine Mietsumme von jährlich 72 000 Euro zahlen.