Das aktuelle Wetter Oberhausen 11°C
Wirtschaft

Verdi und Tectum offenbar gesprächsbereit

15.07.2009 | 16:29 Uhr
Verdi und Tectum offenbar gesprächsbereit

In die Auseinandersetzung zwischen Tectum und Verdi scheint Bewegung zu kommen. „Am Freitag hat sich die Gewerkschaft nach zehn Jahren zum ersten Mal bei uns gemeldet”, sagte Tectum-Gründer und Geschäftsführer Hubertus Küpper am Mittwoch im Gelsenkirchener Firmenhauptsitz.

„Ich werde mich keinem Gespräch verwehren”, stellte Küpper klar. Allerdings wehre er sich „vehement dagegen, dass 2500 Mitarbeiter beleidigt und gedemütigt werden”. So jedenfalls hätten die Beschäftigten des Call-Centers das Vorgehen von Verdi empfunden und deshalb hätten rund 400 Mitarbeiter am vergangenen Freitag vor der Gewerkschaftszentrale in Bochum demonstriert. Auf eigene Initiative, wie sowohl Küpper als auch Frank Perlik aus dem Gelsenkirchener Betriebsrat betonten.

Verdi-Kritik auf Ex-Mitarbeiter gestützt

Verdi hatte die Arbeitsbedingungen bei der Tectum Group, die Ende Juni in Oberhausen ein Call-Center mit 200 Mitarbeitern eröffnet hatte, öffentlich angeprangert und sich dabei auf Ex-Mitarbeiter gestützt. Betriebsrat Perlik, selbst Verdi-Mitglied, glaubt nicht, dass sich die Dienstleistungsgewerkschaft nur der Sache wegen eingesetzt habe: „Es ging eher darum, Mitglieder zu werben.” Verdi habe sich von zwei ehemaligen Beschäftigten „hinreißen lassen”.

33 Betriebsräte an den Tectum-Standorten

Diese beiden Ex-Mitarbeiter sind auch für die Tectum-Geschäftsführung die Initiatoren einer Schmutzkampagne, andere seien als Trittbrettfahrer aufgesprungen. Seine Firma eigne sich als Betätigungsfeld für die Gewerkschaft in hohem Maße, meint Küpper. Denn nur drei bis fünf Prozent seien nach seiner Einschätzung gewerkschaftlich organisiert. „Verdi nutzt das Unternehmen, um sich zu profilieren.” Dabei gebe es an den Standorten 33 Betriebsräte.

Ein Betriebsrat sieht das Etappenziel durch die Demonstration erreicht: Für Frank Perlik ist der Weg zum Dialog mit Verdi nun geebnet.

Holger Schmidt (Text) und Tom Thöne (Fotos)

Empfehlen
Rund ums Thema
Kommentare
Facebook
 
Kommentare
16.10.2009
15:09
Verdi und Tectum offenbar gesprächsbereit
von Gustl321 | #3

Günther Wallraff war in meiner Firma und hat ermittelt, hier bei Tectum. Lange haben wir spekuliert ob er hier war, jetzt wissen wir es. Danke Herr Wallraff, helfen Sie uns bitte.

09.08.2009
17:03
Verdi und Tectum offenbar gesprächsbereit
von Tim | #2

es empfiehlt sich, die getippten sätze vor dem posten nocheinmal zu lesen. ;)

16.07.2009
12:49
Verdi und Tectum offenbar gesprächsbereit
von yarakhasan | #1

Verdi sollte ein konzept für Callcenter erstellen und veröffentlichen statt sich mit dummen aussagen von exmitarbeitern zu kümmern, dass was Sie jetzt machen schadet nur. Die sollen eher mit einem Konzept im Vordergrund stehen und nicht mit eskalativen sachen, weil zu sehen von Verdi ist noch nichts konkretes.

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/480789/create

Umfrage der Woche
Die Stadt Oberhausen hat zu Bürgerversammlungen zum Sparpaket eingeladen und ein Online-Forum geschaltet, in dem Bürger ihre Meinungen zu den Sparvorschlägen für den städtischen Haushalt kundtun können. Was halten Sie von dieser Form von Bürgerbeteiligungen?

Die Stadt Oberhausen hat zu Bürgerversammlungen zum Sparpaket eingeladen und ein Online-Forum geschaltet, in dem Bürger ihre Meinungen zu den Sparvorschlägen für den städtischen Haushalt kundtun können. Was halten Sie von dieser Form von Bürgerbeteiligungen?

Captcha

Bitte übertragen Sie den Code in das folgende Feld:

Wort unleserlich? (Neuladen)

 
Aktuelle Fotos und Videos
Brings im Ebertbad in Oberhausen
Bildgalerie
Konzert
Stimmen zum Rauchen
Video
Video
Radrennen in Oberhausen
Bildgalerie
Pfingstradrennen
Wohnhausbrand in Lirich
Bildgalerie
Feuer
Aus dem Ressort
Bald beginnt die Sterkrade Fronleichnamskirmes
Volksfest
Das Volksfest sei nicht weniger bedeutsam als Crange, finden Schausteller. Am Mittwoch geht’s los.
Rot-Grün: Hallenbäder bleiben offen
Kommunalpolitik
Oberhausener Regierungskoalition beerdigt Sparplan der Stadtverwaltung. Schließung von Sterkrade und Alt-Oberhausen sollte 2,7 Millionen Euro bringen