Wirtschaft
Verdi und Tectum: Ende der Funkstille?
02.07.2009 | 18:23 Uhr 2009-07-02T18:23:00+0200Seit die Verdi immer wieder Missstände bei der Tectum Group anprangert, ist das Verhältnis belastet. Knackpunkt ist die ablehnende Haltung von Geschäftsführer Hubertus Küpper zur tarifvertraglichen Bindung. In Oberhausen gab es am Donnerstag mildere Töne.
Ein Begrüßungsschreiben verteilten Verdi-Mitglieder gestern an die Belegschaft des neuen Call-Centers der Tectum Group und wünschten einen guten Start. Als „anständig” bezeichnete Hubertus Küpper die Aktion in Oberhausen. Ein mildes Urteil des Tectum-Geschäftsführers und vielleicht ein erster Schritt zum Ende der Funkstille. Denn das Verhältnis zwischen der Dienstleistungsgewerkschaft und dem Call-Center-Unternehmen ist belastet.
Verdi setzt sich für dauerhafte Arbeitsplätze ein
Verdi hat in der Vergangenheit immer wieder Missstände an anderen Firmenstandorten angeprangert. Unbezahlte Überstunden, undurchsichtige Provisionsregelungen, Druck durch Vorgesetzte und eine jährliche Mitarbeiterfluktuation von 70 bis 80 Prozent sind die Kritikpunkte. Verdi-Sekretär Markus Neuhaus wünscht sich dagegen dauerhafte Arbeitsplätze „mit erträglichen Arbeitsbedingungen, damit sich die Leute eine Existenz aufbauen können”.
Küpper wehrt sich gegen die Vorwürfe: „Verdi sollte sich besser mit der Geschäftsführung in Verbindung setzen, um Missstände anzusprechen.” Das sei nicht geschehen. Zum Thema Mitarbeiterwechsel: „Woher nimmt die Gewerkschaft so einen Mist? Man stellt einfach etwas in den Raum.” Je nach Unternehmensbereich liege die Fluktuation bei fünf bis acht Prozent. 97 Prozent der Mitarbeiter seien festangestellt, mit einer wachsenden Zahl unbefristeter Verträge.
Küpper: "Ich muss mich frei entfalten können"
Tarifvertraglich binden, wie Verdi es sich wünscht, will sich Küpper indes nicht: „Ich bin Unternehmer und muss mich frei entfalten können. Ich muss mich auf die Märkte und meine Kunden einstellen.”

18:09
ich melde mich hier zum ersten Mal....
ich weiß ja nicht ???? aber wo bleiben die aktuellen Einträge?... bin ich wirklich die Erste?
Aktuell wird bei Fa. Tectum, Standort Essen eine ganze Abteilung aufgelöst ca. 100 Mitarbeiter und keiner sagt was?
ich kann es eigentlich nicht fassen...
....aber na klar bis auf ca.10 Leute haben ja alle einen neuen tollen Job innerhalb des Unternehmens vermittelt bekommen...
nach dem sie einen Aufhebungsvertrag für das bisherige Projekt unterschreiben durften, bekamen sie einen neuen Vertrag zu schlechteren Konditionen 42,5 h / 6 Tage Woche und schlechterer Bezahlung !!!
aber naja....ist ja alles ganz super und unser Standortleiter kümmert sich persönlich um auch noch den letzten Mitarbeiter der Abteilung in ein neues Arbeitsverhältnis innerhalb der Fa. zu vermitteln....echt ganz super, gibt es nichts zu meckern....
aber wenn dann doch alle Stricke reissen...und nun so kurz davor dann doch den letzten Mitarbeitern die betriebsbedingte Kündigung droht.....kommen dann 3 Leute auch Dich zuStandortleiter, Personalchefin und ein Betriebsratsmitglied Alibi -Betriebsratsmitglied, als Unterstützung für den Mitarbeiter machen Dir nochmals klar falls Du alle, ach so tollen, Arbeitsangebote abgelehnt hast, wärst Du selber schuld...die Fa. hat ja ihr bestes gegeben um Dich nicht in die Arbeitslosigkeit entlassen zu müssen..ha,ha....
!!! aber ...bevor Du endlich die betriebsbedingte Kündigung erhalten würdest, mußt Du dann, schon eine Verzichtserklärung unterschreiben ...mit Inhalt....Du hast keinerlei Ansprüche gegen die Fa. Tectum...ansonsten bekommst natürlich auch eine betriebsbedingte Kündigung...aber mit Inhalt das Du sämtliche Vermittlungsvorschläge ausgeschlagen hastwas dann natürlich bedeutet - Sanktionen durch das Arbeitsamt sind vorprogramiert
ist das alles wahr.....oder nur ein schlechter Traum?????
und ich kann es immer noch nicht fassen...100 Mitarbeiter ...noch nicht mal hier ein Kommentar-
18:45
Hallo @alle zufriedenen Tectum Mitarbeiter,
ich kann euch nicht verstehen wie Ihr so gut über die Tectum schreiben könnt !!!!
Fakt ist das wenn man bei Tectum den Mund aufmacht die Kündigung bekommt, so ist es bei mir gewesen.
Tectum verstörst gegen Ihre eigenen Arbeitsverträge. Man wir vom TL genötigt sachen zu machen und zu sagen die gar nichts mit dem eigentlichen Vertrag zu tun haben.
Man nimmt es hin weil man angst hat den Job zu verlieren.
Leute Ihr seid Menschen und auch Ihr habt Rechte die eingehalten werden müssen!!!
Datenschutz und Persönlichkeiten werden bei Tectum nicht gerade GROß geschrieben sondern wie früher bei der Stasi weiterverkauft, weiter gegeben.
Durch die Aufzeichnungen können und werden Private Aktivitäten Missbraucht werden.
Aber Ihr seid ja alle Glückliche Tectummitarbeiter last euch nicht hängen auch Ihr müsstdrum kämpfen euer Recht zu bekommen. Die Angst ist euer größter Gegner und das weißt die Tectumspitze und das benutzen die als Druckmittel
Ich war in der Zeit die ich bei Tectum gewesen bin nicht glücklich und freue mich echt aus diesem Verein raus zu sein.
Die Gehirnwäsche hat aber spuren hinterlassen !!!!
23:23
Sprachregelung und Quotenschönung - dies sind Begriffe die der Tectum-Group in letzter Zeit immer wieder vorgeworfen werden. Die Tectum-Group wehrt sich derzeit mit Abmahnungen gegen solche Äußerungen. Wir suchen daher Agenten, die solche Aussagen als Zeugen bestätigen werden und können bzw. diese Vorwürfe widerlegen können. Die Sprachregelung findet meist nur in Inboundprojekten statt. Wenn man zum Beispiel die Anweisung hat, einen Call nach annehmen gleich wieder aufzulegen, bzw. dem Kunden sagen die Systeme würden momentan nicht funktionieren. Wenn Ihr also Angaben über solche Praktiken machen könnt, schreibt uns über info (at) 1oglinks.de an. Hintergrund wird ein eventuell von Tectum angestrebtes Verfahren sein, bei welchem ich für eine Aussage belangt werden soll.
16:07
Ich bin soooooo froh, dass endlich alles ans Licht kommt, was bei Tectum abgeht! Ich bin seit mehr als einem Jahr nicht mehr in diesem Unternehmen beschäftigt und es hat sehr lange Zeit gedauert, bis ich diese ganzen Erlebnisse und Eindrücke verarbeiten konnte. Durch den ständigen Druck, der auf den Schultern der Mitarbeiter lastet, wird man definitiv krank! Und ich bin da wahrlich nicht die Einzige! Ich habe mich bei Tectum wie bei einer modernen Menschenausbeute gefühlt und das 2 Jahre lang!
02:29
Zu: Tectum-Mitarbeiter demonstrieren gegen Verdi.
eine unglaubliche aussage des herrn vatterot:
„Die Betriebsräte haben wir dabei übergangen, weil wir sie nicht überfordern wollten”,
das ist wohl einmalig, dass in deutschland ein vetreter einer gewerkschaft so eine aussage gemacht hat. herr vatterot, dass sie aufgrund dieser aussage, und aufgrund der tatsache, dass ver.di ja nur das weiter gibt was an sie herangetragen wurde; „Wir sind nur den Beschwerden nachgegangen, die uns angetragen wurden”., müssen sie ihr amt aufgeben, um weiteren schaden von ver.di abzuwenden. ihre zentrale in berlin wurde informiert. mal sehen wie die politik auf ihre aussage reagiert, oder andere presseorgane. wie tv und radio. das sommerloch dürfte wieder ein wenig mehr gefüllt sein. ich finde es sehr gut was die tectum belegschaft da veranstaltet hat. hut ab. eine kein tectum mitarbeiter, wünscht noch einen schönen sonntag.
01:04
Arbeiten die alle an der gleichen Stelle? Die Fluktuation im Inbound liegt wirklich um die 90 Prozent! Der feste Stundenlohn beträgt Brutto 7,33€ (Stammgehalt in der Abrechnung genannt)! Was zusätzlich eingenommen werden kann, sind die Prämien. Diese kann aber doch nicht als festes Gehalt rechnen, da nicht mal sicher ist ob man überhaupt Prämie bekommt!!! Also kann man in diesem Fall doch nicht wirklich von einem Stundenlohn von über 9€ sprechen! Persönlich kenne ich keinen CCA, der frühzeitig eine Verlängerung bekam (in diesem Fall meine ich die Person die meinte, nach kurzer Zeit einen Festvertrag bekommen zu haben). Man bekommt einen Jahresvertrag, danach nochmals eine Verlängerung mit einem Jahresvertrag. Insgesamt muss man 2 Jahre warten, dann erst besteht die Möglichkeit einen Festvertrag (unbefristet) zu bekommen. Dies ist nur möglich wenn die Krankheitsfehlzeiten nicht zu hoch sind und die anderen Zahlen stimmen. Wer nun behauptet, nach kürzester Zeit einen Festvertrag bekommen zu haben, lügt! Keiner weiss wie das bei den Angestellten ist. Da mag es vielleicht anders aussehen. Aber wir reden hier von Call Center Agenten (in diesem Fall Inbound). Dort läuft es halt so, wie viele hier beschrieben haben, ab. Angst krank zu werden hat jeder! Die Rückkehrergespräche sind auch mehr als unangenehm. Unter anderem wird den Leuten dann angedroht wenn sie länger krank waren, wieder als Trainee eingestuft zu werden. Also keine Chance auf Prämie. Aber wenn man 3 Wochen im Urlaub war ist man ja auch nicht mehr auf dem neuesten Stand, oder? Wer nun behauptet es gäbe kein Druck, lügt. Die Leute setzen sich auch selbst unter Druck! De Vorgaben gewisse Kampagnenabschlüsse zu erreichen, die Telefonzeiten kurz zu halten, Erstlösungsquote usw. sind doch vorhanden! Irgendjemand schrieb hier, es wurden so einige Knalltüten eingestellt, die müssten dann halt gehen. Tse, es werden doch Bewerbungsgespräche geführt, da kann man doch Knalltüten schon erkennen! Wenn man die Zeitung liest, die Stellenangebote des Arbeitsamtes, wieviel Privatvermittler suchen LAUFEND für Tectum? Weil es keine oder so gut wie keine Fluktuation gibt? Es gibt immer wieder Leute, denen man nicht sofort ansieht wie ihr Arbeitsverhalten ist. Aber das erklärt bei weitem nicht dieses ewige Personalwechseln. Und was nun dieses Linientreue betrifft. Wurde das nicht als Betriebsausflug hingestellt? Es stinkt halt einiges, ein kranker CCA zieht das Team runter, die Quoten fallen. Das ist ungerecht für die anderen, die fleissig arbeiten. Aber vor Krankheit kann man sich nun nicht schützen. Die Arbeitszeit von 42,5 Stunden sollte runtergesetzt werden. Es gibt ein paar Punkte, die wenn sie geändert würden, mehr Qualität für alle bedeuten würde! Das sollte man einfach beachten! Und nicht auf die rumknüppeln, die für ein besseres Arbeitsleben kämpfen. Und bedenkt bitte eins: man kann nachlesen, wieviel Umsatz Tectum im letzten Jahr gemacht hat! Bei niedrigen Löhnen, ohne Weihnachtsgeld und Urlaubgsgeld ist dies halt möglich. Und zu lesen, alles ist toll, alles ist klasse, dann aber in der Kantine oder Raucherraum zu schimpfen, das der Boss sich schon wieder einen neuen Maybach holen will! Tse, das verstehe wer will, mir fehlen da die Worte. Ich habe das Gefühl hier wechseln einige die Fähnchen wie die Unterhosen. Kleine Anmerkung am Rande, es waren so einige auf der Demo die sich sonst absolut nicht linientreu verhalten. Da wird gemeckert und gemotzt. Oder lockte so einige die freie Zeit, in der sie nicht telefonieren mussten???
16:55
Wir kennen das ja noch aus der anderen Republik vor dem Mauerfall;
dort wurden nämlich auch Busladungen an linientreuen Claqueuren medienwirksam in Szene gesetzt... Schön das Du weisst wie es wirklich war. Echt lächerlich...@Angelica L
13:12
@Angelica L: ich war einer dieser Linientreuen Mitarbeiter die in Bochum waren. Und komischerweise kann ich selbständig denken und entscheiden ob ich für meine Firma und meinen Arbeitsplatz kämpfen möchte.Wir wollten und haben ein Zeichen gesetzt.
Nochmal zum mitschreiben: WIR WAREN FREIWILLIG DA UND WIR ARBEITEN HIER AUCH FREIWILLIG!!!!!
11:26
Statt juristisch die bekannten Vorwürfe entkräften zu lassen, wie es bei Geschäftsschädigung üblich ist, werden jetzt die Betriebsräte und Mitarbeiter instrumentalisiert.
Hier organisieren die Betriebsräte einen sogenannten Betriebsausflug zu Herrn Vatterot bei ver.di nach Bochum um einen Brief und ein nicht näher benanntes Überraschungsgeschenk zu überbringen.
Wir kennen das ja noch aus der anderen Republik vor dem Mauerfall;
dort wurden nämlich auch Busladungen an linientreuen Claqueuren medienwirksam in Szene gesetzt...
Davon abgesehen stellt sich die Frage wer den Bustransfer finanziert, und wem es offensichtlich nichts ausmacht, wenn kurzerhand 100 Mitarbeiter im Tagesgeschäft fehlen.
Wäre es angesichts vermeintlich leerer Kassen nicht günstiger den Brief nebst Geschenk per Post zu übermitteln?
Warum das offenkundig überflüssige Geld nicht den Mitarbeitern gegeben wird steht auf einem anderen Blatt.
Auf der Rückseite steht jedenfalls was von leicht lenkbaren Lakaien...
11:38
Ich selbst habe bis letztes Jahr bei TECTUM in Essen gearbeitet.
Mitarbeiterfluktration würde ich mal bei 30% ansetzen.
Obwohl ich im inbound tätig war war dort der Schwund an Mitarbeitern recht hoch.
Vielleicht waren es die Rückkehrergespräche, vielleicht aber auch der Betriebsrat, der nicht vorhanden war.
Wer keinen anderen Job findet kann bei Tectum anfangen.
Ich wurde dort nicht unmenschlich behandelt, eher unsozial.
Ich hatte irgendwo was in der Presse gelesen von Oberhausen und über 9 Euro Stundenlohn.
Kenne jemanden der in Oberhausen angefangen hat, Vollzeit.
1400 Euro bei 42½ Stunden/Woche (und sechs Tage Woche)
Ich weiss nicht, ich komme da nicht auf 9 Euro.
Die sechs Tage übrigens wurden meinem Bekannten gesagt würde es nie geben.
Daher frage ich mich, warum diese dann in den Arbeitsvertrag aufgenommen worden sind.
Ich hatte seinerzeit einen Vertrag auf Stundenbasis bei Tectum, maximale Stundenzahl 48 Stunden/Woche.
Die wird es nie geben, wurde seinerzeit gesagt.
Ich wurde eines besseren belehrt.
Nunja, jeder soll seine Erfahrung sammeln.
Das einzige was zu kritisieren ist, dass sich Tectum als grosszügiger Arbeitsstellengenerator darstellt.
Grüße
Hans