USB-Stick im TZU-Wand in Oberhausen wird entfernt
26.07.2012 | 18:15 Uhr 2012-07-26T18:15:00+0200
Oberhausen. Vorbei ist es mit der Kunstaktion "dead drop", einem USB-Stick in der Mauer des TZU. Die Oberhausener Gebäude Management GmbH (OGM), Eigentümerin des Gebäudes, wird den Datenträger entfernen. "Schade" findet das Martin K., Besitzer des Sticks. Doch: Rechtliche Bedenken überwogen bei der OGM.
Es hätte eine witzige Kunst-Geschichte werden können, doch für den „dead drop“, den USB-Stick in der Mauer des TZU, hat das letzte Stündlein geschlagen. Die Oberhausener Gebäude Management GmbH (OGM) hat als Eigentümerin des Gebäudes an der Mülheimer Straße beschlossen, den Datenträger zu entfernen. Rechtliche Bedenken überwogen das Verständnis für die Kunstaktion.
Kunst am Bau
„Wir sind Freunde von Kunst am öffentlichen Gebäude“, sagt Alexander Höfer, Sprecher der OGM . Dennoch sei in Absprache mit dem Justiziariat entschieden worden, den Stick auf dem TZU-Gelände zu entfernen – „um uns rechtlich zu schützen“. Schließlich könnten hier anonym Daten hochgeladen werden , „die wir nicht kontrollieren können“.
Wenn dann etwas Illegales dabei wäre, könne auch die OGM rechtlich belangt werden, weil sie den Raum zur Verfügung gestellt habe, so Höfer. Dies wolle man in jedem Fall vermeiden. „Außerdem wären wir gerne vorher eingeweiht worden“, fügt er hinzu. So richtig ärgerlich klingt er dabei jedoch nicht: Der Besitzer des Sticks habe nichts zu befürchten, eine Anzeige wegen Sachbeschädigung sei nicht geplant.
Zu viel Öffentlichkeit
„Schade“, sagt Martin K., als er davon erfährt, dass sein „dead drop“ von städtischer Seite dicht gemacht werden soll. Und dann: „Ich kann’s verstehen.“ Der Programmierer aus Sterkrade, der sich an der inzwischen weltweiten Aktion eines Berliner Künstlers beteiligt hatte, indem er den Datenträger in einer Mauerritze befestigte und zur anonymen Nutzung freigab, ist immer noch von der Grundidee überzeugt.
Ein bisschen weniger Öffentlichkeit wäre der Sache jedoch besser bekommen, folgert er aus der Reaktion. „Es war trotzdem ganz lustig“, sagt K., und dass er den USB-Stick bei der OGM abholen und sich einen neuen Standort für ihn überlegen wolle, „an irgendeinem Ort, der nichts mit städtischen Gebäuden zu tun hat“.
Ein verrostetes Exemplar
Vor ein paar Tagen hat K. eine Radtour nach Duisburg gemacht. Das Ziel: ein „dead drop“ im Hochfelder Rheinpark . „Der ist nach zwei Jahren immer noch da“, erzählt er begeistert. „Etwas verrostet, aber noch da.“ Den Inhalt habe er sich auf den Rechner geladen, aber noch nicht durchgesehen. Musik, Hörspiele und viele Texte seien dabei. K. will weiter daran arbeiten, dass es so etwas auch in seiner Stadt gibt: „Zwei Kilo Fugenmörtel hab ich ja noch.“
12:24
Ich finde auch nicht das die Installateure unbedingt direkt Künstler sind.
Die greifen halt lediglich die Aktion des Initiators auf und beteiligen sich daran?
Aber Kunst liegt ja bekanntermaßen im Auge des Betrachters!
Wenn sie sich eher für Leute interessieren, die Kot im Wald installieren, ist das Ihre Sache.
11:24
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10:27
Ein Beitrag nur für Insider? Was ist ein TZU ??
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Stimmt, das kann man nicht unbedingt wissen...
Das TZU (Technologiezentrum Oberhausen) ist das Bürogelände direkt gegen über vom Wasserturm an der Mülheimerstr.
15:12
Kunst darf halt in Oberhausen nur in einer überdimensionierten Blechtonne stattfinden. ;o)
14:03
Mir erschließt sich nicht so ganz, warum es sich um eine Kunstaktion handeln soll?
Ein handelsüblicher USB-Stick an/in einer Wand, wo ist jetzt da die Kunstaktion?
Es wird lediglich eine Möglichkeit zur Verfügung gestellt, dort Daten zu hinterlegen, also eine Art Tauschplattform.
Wenn dann jemand künstlerische Daten dort speichert, wird der Speicher dann direkt zu Kunst?
Ich finde, der "Installateur" dieses Sticks überschätzt seine künstlerischen Fähigkeiten!
Die Idee stammt ja einmal nicht von dem Installateur, sondern von einem New yorker Künstler und die Idee ist halt ein globales offline Netzwerk an dem sich jeder beteiligen bzw. es auch erweitern kann und der Stick ist halt nur die Plattform.
Ich finde die Idee klasse und es sehr schade das er entfernt wurde.
hätte gerne mal vorbei geschaut.
Die Idee stammt ja einmal nicht von dem Installateur, sondern von einem New yorker Künstler und die Idee ist halt ein globales offline Netzwerk an dem sich jeder beteiligen bzw. es auch erweitern kann und der Stick ist nun mal nur die Plattform.
Ich finde die Idee klasse und es sehr schade das er entfernt wurde.
Hätte gerne mal vorbei geschaut!
Die Idee stammt ja einmal nicht von dem Installateur, sondern von einem New yorker Künstler und die Idee ist halt ein globales offline Netzwerk an dem sich jeder beteiligen bzw. es auch erweitern kann und der Stick ist nun mal nur die Plattform.
Ich finde die Idee klasse und es sehr schade das er entfernt wurde.
Hätte gerne mal vorbei geschaut!
10:39
Tja so ist es wenn die öffentlichkeit von etwas erfährt.. Über den nächsten einfach nicht berichten und dann bleibt der auch da....
07:15
Das ist auch nicht eure Aufgabe!
Haben wir hier in Oberhausen die Zensur schon offiziell eingeführt....wäre völlig an mir vorbeigegangen.
19:24
So ist sie halt, die "moderne" Stadt Oberhausen. Bei Musikveranstaltungen wird inzwischen die Musik reguliert, das obige Kunstprojekt beendet sie ebenfalls jäh und auch ansonsten sehen wir immer lächerlicher in der öffentlichen Wahrnehmung aus. Aber wenn Spielhallenbetreiber an die Tür klopfen, tanzt unser Oberbürgermeister vor Freude auf dem Tisch oder es darum geht, die Bürger abzuzocken, da schreckt die Stadt nicht davor zurück, durch falsche Berechnungen die Bürger etwa bei den Müllgebühren, wie man so schön sagt, abzugreifen.