Unbekannter schießt auf Haus von Bandidos-Rocker
25.01.2012 | 17:29 Uhr 2012-01-25T17:29:00+0100
Oberhausen.Die Schüsse fallen gegen 3.50 Uhr in der Nacht von Samstag auf Sonntag an der Christian-Steger-Straße 25. Zwei Einschusslöcher in den Schaufensterscheiben von „Little John Bikes“ zeugen noch am Mittwoch von dem, was dort am Wochenende passierte. Die Polizei meldete den Vorfall in ihren täglichen Berichten der Öffentlichkeit nicht – aus „ermittlungstaktischen Gründen“, wie es heißt.
Die Schüsse fallen auf ein Haus, in dem ein Mitglied der Rockergruppe „Bandidos“ wohnt! Übrigens direkt über dem Fahrradgeschäft „Little John Bikes“. Zufall?
Ermittlung wegen Sachbeschädigung
Schüsse in Oberhausen an einem Wochenende, an dem sich „Bandidos“ und „Hells Angels“ in Mönchengladbach eine Massenschlägerei liefern und auch noch in einem Bandidos-Vereinslokal in Herten eine Handgranate explodiert. Zufall?
„Wir ermitteln in alle Richtungen“, erklärt Polizeisprecher Uwe Weighardt zum Vorfall in Oberhausen. Herbert Bolten, Leiter des Kriminalkommissariates „Organisierte Kriminalität“, merkt an: „Die Schüsse bei uns fielen ziemlich zeitgleich mit den Ereignissen in Herten .“ Getroffen werden, sagt Bolten, neben den Schaufensterscheiben von „Little John Bikes“ auch die Reklame, zwei Schüsse gehen ins Mauerwerk, einer durch ein Fenster der Wohnung über dem Ladenlokal.
Die Polizei geht allerdings davon aus, dass nicht gezielt auf eine Person geschossen wurde. „Es konnte niemand sehen, ob jemand hinter dem Fenster steht“, verdeutlicht Bolten. Deshalb wird lediglich wegen Sachbeschädigung und des Verstoßes gegen das Waffengesetz, nicht jedoch wegen eines versuchten Tötungsdeliktes ermittelt.
Stress gab es noch nie
Bereits in der Nacht der Schüsse informiert ein Anwohner die Polizei, weil er etwas Verdächtiges gehört hat. Die Besatzung eines Streifenwagens, der direkt zur Christian-Steger-Straße fährt, kann dort jedoch nichts Auffälliges entdecken. Am Montagmorgen fallen dann den Beschäftigten des Fahrradgeschäftes die Einschusslöcher auf. Sie alarmieren die Polizei, die die Ermittlungen aufnimmt, die Projektile sicherstellen kann.
Und was sagen die Nachbarn zu den Schüssen und dem Rocker? „Ja, hier im Haus wohnt ein Mitglied der Bandidos“, erklärt ein Mitarbeiter von „Little John Bikes“. Man grüße sich immer freundlich, Stress habe es mit dem Mann noch nie gegeben.
Im Haus selber fragt sich eine junge Mutter im Treppenhaus: „Ist das jetzt hier gefährlich, mit den Kindern aus dem Haus zu gehen?“ Ja, Sie hätten in der Nacht von Samstag auf Sonntag Schüsse gehört. „Mein Freund hat aus dem Fenster gesehen, aber nichts entdecken können“, sagt die Frau.
Bewohner des verwinkelten Gebäudes mit zahlreichen Wohnungen munkeln derweil: Der Bandido sei ein Zuhälter. „Er hat immer die Frauen hier“, heißt es.
"Fühlt sich nicht sehr bedroht"
Der Bandido , ein Mann mit türkischem Hintergrund, kann zu all dem nichts sagen. Er ist nicht zu Hause. Eine beigefarbene Fußmatte vor seiner Wohnungstür heißt Besucher zwar freundlich willkommen, „Welcome“ steht da in dicken schwarzen Buchstaben. Doch die Tür bleibt geschlossen, als angeschellt wird. „Der Mann fühlt sich nicht sehr bedroht“, kann Bolten nach einem Gespräch von Kripobeamten mit dem Mieter aber sagen.
Eine ältere Dame erklärt noch, dass sie den Bandido von „Kindesbeinen“ an kenne. „Er war mit meiner Tochter im Kindergarten.“ Und er sei so ein „netter, höflicher Mensch“.
Da noch völlig ungeklärt ist, wer, warum die Schüsse abgeben hat, bittet die Polizei die Bevölkerung um Mithilfe. Zeugen, die etwas beobachtet oder gehört haben, können sich unter 826-0 melden.

23:10
Ich verstehe den ganzen Wirbel nicht. Wenn die Bandidos oder auch die Hells Angels sich hier breitmachen sind wenigstens keine Türken oder Ruusenmaffias hier. Hat jemand schon mal ein negatives Erlebnis mit diesen Clubs gehabt ? Wenn dann fragt sich wo ! Gehen diese Gruppen auf Rentner zu oder suchen ne Schlägerei, wenn jemand einkaufen geht ? Alles Schwätzer hier. Was machen unsere Politiker ? Suchen doch auch nur Ihre Vorteile siehe Wulf. Ich habe noch keinen ROCKER gesehen, der jemanden zusammenschlägt weil er aus dem Arbeitsamt kommt. Der Staat ist pleite und kann doch garnicht mehr für die Sicherheit der Menschen sorgen. Die Polizei kommt nur noch wenn etwas passiert ist. Da sieht es bei diesen Gruppen anders aus. Sie Presentieren sich und da haben komischerweise alle Respekt vor. Das sollte einem zu denken geben. Es gibt überall schwarze Schafe aber die meissten dieser Mitglieder gehen einen normalen Job nach. Diese Vereine sollten sich zusammenschließen und zusammen arbeiten, wenn es heißt, dass aus dem Ausland sich Kriminelle hier bei uns breit machen wollen.
Unabhängig davon, dass Sie selber nicht einmal fehlerfrei schreiben können, scheinen Sie den Artikel gar nicht verstanden zu haben. Der Bandido etwa, der oben beschrieben wird, ist offensichtlich Zuhälter (für Sie wohl ein normaler Beruf) und hat, nebenbei bemerkt, einen türkischen Hintergrund. Letzteres ist wohl Zufall, zeigt aber auch, dass die Gruppen rein gar nichts mit Nationalitäten zu tun haben.
00:55
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15:28
Mein Mann hörte Schüsse und ging ans Fensterwie blöde ist das denwenn ich draussen schüsse höre,werde ich alles tun,nur nicht so blöde sein und mich ans Fenster stellen ( am besten noch mit Licht).
11:46
ekowit, wie soll denn die Polizei Zeugen für eine Straftat finden, wenn sie nicht sagt wo der Vorfal passiert ist.
So nach dem Motto, "Heute wurde irgendwo im Ruhrgebiet ein Mann zusammengeschlagen, auf Täterbeschreibungen wird verzichtet".
Es geht um die Nennung einer kompletten Adresse,inklusive Hausnummer und detaillierten Informationen über das Opfer.Denn ob er ein Bandido ist oder nicht...sollte tatsächlich er Ziel dieser Schüsse sein,ist er das Opfer.Auch wenn das nicht in diese Berichterstattung passt.
Es geht um die Veröffentlichung einer kompletten Adresse, inklusive Hausnummer. Seit wann werden die Adressen der Opfer von Straftaten genannt ? Wenn die Schüsse tatsächlich dem Bandido gegolten haben,dann ist er das Opfer in dieser Geschichte,auch wenn das vielleicht nicht in diese Art der Berichterstattung passt.
Gleichzeitig eine Einladung, für die nächsten Schützen.
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10:08
super Artikel....
Warum schreiben Sie nicht noch den vollen Namen und die Telefonnummer von dem Bandido dazu ? Neben dem Artikel könnten Sie noch ein Bild von dem Mann setzen,damit auch der letzte von der anderen Fraktion weiß,wo er hin fahren muss.
Das könnte dann wieder neue Schlagzeilen für Sie produzieren.
09:31
Richtig, alles völlig harmlos.
Wenn einer nett "Guten Morgen" sagt, ist der garantiert harmlos.
Sonst würde er morgens doch immer "piiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiep" nach die Omma sagen!
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07:20
Alles nicht so schlimm, denn schließlich findet auch die Oberhausener Polizeichefin die Bandidos-Ansiedlung harmlos.
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