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„Um deutlich über eine Million Euro gebracht“

01.09.2011 | 10:00 Uhr
„Um deutlich über eine Million Euro gebracht“

Oberhausen.Mehr als eineinhalb Jahre hat die Staatsanwaltschaft ermittelt und kommt nun zu dem Ergebnis: Der ehemalige Vorstand der Gemeinnützigen Wohnungsgenossenschaft Oberhausen, Klaus L ., hat über Jahre dafür gesorgt, dass die Genossenschaft vor allem einem nutzte, nämlich ihm selbst. Mit Hilfe eines Kompagnons soll L. ein auf fingierten Handwerkerrechnungen basierendes Betrugssystem betrieben haben, das der Genossenschaft erheblichen finanziellen Schaden zufügte. „Es geht um eine Summe von deutlich über einer Million Euro“, so Rolf Haferkamp, Sprecher der Staatsanwaltschaft Duisburg.

"Die Rechnungen waren überhöht"

Und so funktionierte das Ganze nach Erkenntnis der Behörde: Handwerker, die in den Wohnungen der Genossenschaft Arbeiten erledigten, reichten die Rechnungen nicht direkt bei ihr, sondern bei einer zwischengeschalteten Abrechnungsfirma ein, die laut Staatsanwaltschaft eigens für diesen Zweck gegründet worden war. Diese „haustechnische Abrechnungs-GmbH“ wiederum erbat die Zahlung von der Genossenschaft – offenbar nicht, ohne die Rechnungen vorher manipuliert zu haben. „Die Rechnungen waren überhöht, das steht fest.“ Der „Gewinn“ verblieb bei der Abrechnungsfirma.

Geldwerte Vorteile wurden gewährt

Im Fokus der staatsanwaltlichen Vorwürfe steht neben Klaus L. (65) denn auch der damalige Geschäftsführer jener Firma. Seiner Familie gehört ein Sanitärbetrieb, der regelmäßig von der Wohnungsgenossenschaft beauftragt wurde. „Landsiedel und er haben sich gefunden.“ Genossenschaftsvorstand Landsiedel, so das Ergebnis der Ermittlungen, schusterte der Abrechnungsfirma den Auftrag zu, die Rechnungen der Genossenschaft zu bearbeiten. „L. hat sich dafür ein Bein ausgerissen, das sollte natürlich nicht für Gotteslohn gewesen sein“, so Staatsanwalt Haferkamp, „dafür wurden geldwerte Vorteile gewährt.“ Wer in welcher Höhe von dem Millionenbetrug profitierte, darüber habe man noch keinen Überblick.

Mit Haftstrafen ist zu rechnen

Derzeit haben die Beteiligten Akteneinsicht, dürfen sich äußern. Sollten sich keine weiteren Ermittlungsansätze ergeben, werde Anklage erhoben, stellt die Staatsanwaltschaft in Aussicht. Untreue und Bestechlichkeit lauteten dann die Vorwürfe gegen Klaus L., Beihilfe zur Untreue und Bestechung im geschäftlichen Verkehr gegen seinen Mitbeschuldigten. „Bei einer solchen Tat, wie sie da ins Werk gesetzt wurde, ist mit Haftstrafen zu rechnen“, sagt Staatsanwalt Haferkamp.

Klaus L. war im Februar 2010 von der Vertreterversammlung der Genossenschaft des Amtes enthoben und fristlos gekündigt worden. Bei der Genossenschaft hält man sich bedeckt, was etwaige Forderungen nach Schadenersatz oder Erstattung von Pensionsansprüchen angeht. Nur so viel: Man sei „selbstverständlich“ bestrebt, Ersatz zu bekommen.

Helen Sibum

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Kommentare
02.09.2011
21:44
„Um deutlich über eine Million Euro gebracht“
von Die.Leserin | #10

Oje, meine Tastatur versagt!
Das ist der Vorteil von Vermietern

02.09.2011
21:42
„Um deutlich über eine Million Euro gebracht“
von Die.Leserin | #9

ups was ist da passiert???
Mieter werden, dass ist gesetzlich . . .

02.09.2011
21:40
„Um deutlich über eine Million Euro gebracht“
von Die.Leserin | #8

Hallo Murphy07,
lange nichts von Ihnen gelesen.
Hier sind Sie wirklich falsch informiert, Rallino hat vollkommen recht.
Mieter werden gesetzlich festgelegt lediglich bei kleinen Reparaturen bis zu 150,00 € pro Jahr beteiligt.
Bei Sanierungen und Wohnumfeld verbesserungen zahlt der Mieter weder höhere Nebenkosten noch eine erhöhte Kaltmiete.
Der Vermieter (hier die Wohnungsbaugenossenschaft) ist sicher kein Samarieter und Wohltäter der was zu verschenken hat.
Aber alle Investitionen sind steuerlich absetzbar.
Es wird die Mieteinnahme den Ausgaben für die Miethäuser gegenübergestellt und aufgerechnet.
Das ist der Vorteil von .
Ich hoffe, hier zur Schlichtung ihres Streits aus Unwissenheit begetragen zu haben.

Gruß
Die.Leserin

01.09.2011
23:12
„Um deutlich über eine Million Euro gebracht“
von Schantall | #7

Warum werden die Mittäter nicht genannt?

01.09.2011
16:52
Blockierter Kommentar.
von machtlos | #6

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

01.09.2011
14:26
„Um deutlich über eine Million Euro gebracht“
von Murphy07 | #5

# Ja so ist das ...Wenn man Sachen hört die einem nicht gefallen....Ihre Mieter sind doch gleichzeitg Mitglieder. Sie müssen doch alle einen Genossenschaftsanteil kaufen sonst bekommen sie doch keine Wohnung. Die Anteile werden noch bis zu 2 Jahren nach Kündigung der Mitgliedschaft verwaltet. Eher zahlt man den Anteil doch nicht aus....dann wird beleidigt was das Zeug hält.....wundert mich nur das es hier keine Zäsur des Forumchef gibt...sonst ist man sehr schnell dabei.....
Bitte nicht vergessen zu 99 % ihrer Mieter sind Anteilseigner der Wohnungsgenossenschaft und damit Geschädigte!!!!

01.09.2011
13:45
„Um deutlich über eine Million Euro gebracht“
von Rallinho | #4

Ich bin nicht von der Genossenschaft, allerdings legen sie sich alles so aus wie Sie meinen mit Ihrem gefährlichen Halbwissen. Deshalb hat sich für mich die Diskussion mit Ihnen erledigt.Lesen sie bitte die alten Artikel über dieses Thema aufmerksam und auch Sie werden dann verstehen das es nicht um die Rechnungen in der Betriebskostenabrechnung geht. Und die Mieter haben keinen Schaden dadurch, höchstens die Mitglieder aber das Wissen sie ja als notorischer Klugscheisser ganz genau.

Schönen Tag noch Murphy....

01.09.2011
12:18
„Um deutlich über eine Million Euro gebracht“
von Murphy07 | #3

# 2 Ich finde es schön wenn sich die Genossenschaft hier auch zu Wort meldet.
Dann erzählen sie doch einmal was mit all den Ausagben passiert wie Reparaturen an Sanitär, Außenanlagen, Neue Türen defekte Elektroleitungen...sdas alles ist außerhalb ihrer Nebenkostenabrechnung wie sie sagen.....aber sie fliesst mit in die Berechnung der Kaltmiete dann ein....die dann im Rahmen des Mietspiegels bewegen muss Plus / Minus.....also sind die Kosten doch bei ihnen verbucht so oder so....oder sind sie ein Wohlfahrtsverein ?? und können die Kosten einfach so munter unter dern Tisch fallen lassen.?? Irgendwo werden die Kosten eingerechnet.....Der Reparaturanteil aller ihrer Wohnungen ist keine Kleinigkeit, Ablesesung der Heizungen , Kontrolle von Gasthermen.....alles Kosten die so nicht auftauchen...Mensch Meier....dann geht es ihren Mieter aber gut....ich frage mich dann wie die sonst noch so kalkuliert werden????
Sie halten die Leute wohl für blöd....

01.09.2011
12:03
„Um deutlich über eine Million Euro gebracht“
von Rallinho | #2

@ Nr. 1 erzählen sie nicht so einen Unsinn. Reparaturen in den Wohnungen werden nicht in die Nebenkosten reingerechnet. Die Miete wird in der Regel bei frei finanzierten Wohnungen gem. Mietspiegel vereinbart. Bei öffentlich geförderten Wohnungen gibt es in der Tat eine Kostenmiete die allerdings mit den von Ihnen angesprochenen Kosten nichts zu tun hat. das einzige sind Gartenpflegekosten die in der Betriebskostenabrechnung auftauchen allerdings darum geht es glaube ich hier nicht.

01.09.2011
11:32
„Um deutlich über eine Million Euro gebracht“
von Murphy07 | #1

Was ist mit den Mieter die zuviel gezahlt haben...bekommen sie eine Entschädigung, denn schließlich basiert die Miete und die Nebenkosten auf eine Kostenrechnung. Alle getätigten Ausgaben der Genossenschaft fliesst in die Berechnung mit ein und wedern durch Umlage in die Nebenkostenrechnung mit einbezogen.....und der Mieter zahlt....und zahlt.....Ich glaube die Mieter sollten sich eine Rechtsbeistand nehmen und sich beraten lassen. Freiwillig wird das die Genossenschaft nicht machen...es geht um viel Geld..

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