Ukrainische Austauschschüler zu Besuch am „Sophie“

Seit 22 Jahren besteht die Schulpartnerschaft zwischen dem Sophie-Scholl-Gymnasium und dem Gymnasium Schule 107 in Saporishja. Eine Begegnung zwischen ukrainischen und deutschen Schülerinnen und Schülern fand in der Zeit vom 28. September bis 6. Oktober in Oberhausen statt.

16 Schülerinnen und Schüler nahmen in Begleitung ihrer beiden Deutschlehrerinnen, Svitlana Lozova und Oxana Pysereva, teil. Die ukrainischen Gymnasiasten und Lehrkräfte waren in Gastfamilien untergebracht, so dass sie Familien- und Schulalltag kennenlernen konnten. An- und Abreise erfolgten in diesem Jahr erstmalig per Flugzeug. Dadurch verringerte sich die Reisezeit von ehemals fünf Tagen mit dem Bus auf zwei Tage.

Der Besuch in Oberhausen stellt den ersten Teil des Austausches dar und wird ergänzt mit dem Gegenbesuch der deutschen Gruppe im Jahr 2017 in Saporishja, wobei die Entscheidung für die Fahrt in die Ukraine von der Sicherheit und politischen Lage in der Ukraine abhängig gemacht werden müssen.

Ermöglicht haben die Begegnung der Pädagogische Austauschdienst (PAD), der Förderverein des Sophie-Scholl-Gymnasiums, Arbeit und Leben DGB / VHS sowie die Stadt Oberhausen, die Reise und Gestaltung des Programms unterstützten.

Während der Begegnung gab es Exkursionen und Veranstaltungen, die den Gästen Einblicke und Informationen über Geschichte und Gegenwart der Stadt Oberhausen und der Region vermitteln sollten. Die begleitenden Lehrerinnen des Sophie-Scholl-Gymnasiums hatten ein vielfältiges Programm vorbereitet. So wurden der Gasometer und der Kaisergarten besichtigt sowie die Gedenkhalle besucht. Eine Tagesexkursion führte nach Köln, wo neben dem Dom auch die historische Altstadt besichtigt wurde. Ein Besuch der Zeche Zollverein in Essen ermöglichte den ukrainischen Gästen Einblicke in die Industriegeschichte des Ruhrgebiets.

Mit einem Kulturabend, der von Schülern und Eltern mit ukrainischen und deutschen Speisen sowie ukrainischer Musik und Tanzdarbietungen liebevoll gestaltet wurde, endete der Austausch. Einhellige Meinung aller Beteiligten war es, dass die Zeit viel zu schnell vergangen sei.

Allen Beteiligten gilt der Dank für ihr Engagement während des Aufenthalts der ukrainischen Gäste. Harald Willert, Schulleiter des Sophie-Scholl-Gymnasiums, zeigte sich zufrieden: „Wir freuen uns über den Austausch mit der diesjährigen Begegnung in Oberhausen und hoffen auf die Fortsetzung mit dem Gegenbesuch im nächsten Jahr.“