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Uhlenbruckplatz als neuer Treffpunkt in Oberhausen-Lirich

17.02.2016 | 16:00 Uhr
Ein Blick durch die farbige Mauer am Uhlenbruckplatz gewährt schöne Aussichten: Die Liricher lieben ihren neuen Platz, hier bei der Einweihung 2014Foto: Ulla Emig

Oberhausen.  Der Uhlenbruckplatz galt im Ortsteil lange als Angstraum. Nach seiner Neugestaltung hat er sich als beliebter Aufenthaltsort etabliert.

Der zentrale Platz von Lirich galt lange als Angstraum, nach seiner Umgestaltung ist er jetzt zum Treffpunkt für Jung und Alt geworden. Damit endete ein jahrelanges Ringen als Erfolgsgeschichte.

Neu eröffnet wurde der Uhlenbruckplatz im Juni 2014. Kinder, Eltern und Anwohner waren begeistert . Und das ist bis heute so geblieben. Die 420 000 Euro, die insgesamt in die Sanierung geflossen sind, zeigen eine nachhaltige Wirkung. Das Landschaftsarchitekturbüro Danielzik und Leuchter setzte auf eine lichtdurchflutete Anlage in L-Form. Die beiden neuen Hochwasserbahnen werden im Sommer auch von den Kindern der angrenzenden Kindertagesstätte genutzt. Das alte Wasserspiel war technisch veraltet. „Es ging viel Wasser verloren“, erinnert sich Uwe Wilzewski vom Stadtteilbüro Lirich, der das von Stadtplaner Klaus Schmidt-Waldbauer initiierte Projekt erfolgreich zu Ende führte. Heute sorge ein neuer Wasseranschluss dafür, dass die Kinder an langen Sommertagen kühles Nass in die Staustufen pumpen können.

Uhlenbruckplatz in Oberhausen-Lirich: Platz für alle Generationen

Doch der Platz ist keineswegs nur für die Kleinen da. Im Gegenteil: „Schon beim ersten Workshop 2006 entschieden sich Bürger, Anwohner, Politiker und Verwaltungsmitarbeiter gemeinsam gegen einen klassischen Spielplatz.“ Schaukel, Rutsche und Sandkasten sucht man auf dem Uhlenbruckplatz deshalb vergeblich.

Stattdessen lädt eine Teilpflasterung zum Inlinern und Skaten ein. „Und Eltern nutzen die Fläche, um mit ihren Kindern das Radfahren zu üben“, weiß Wilzewski. „Denn nicht jeder hat ja eine Hofeinfahrt.“

Begeistert angenommen werde aber auch der neue Bolzplatz. Vor allem die Jungs vom benachbarten Jugendhof St. Katharina freuten sich darüber, dass sie dort endlich richtig Fußball spielen können. „Um die Verletzungsgefahr zu verringern, hat der kleine Fußballplatz einen neuen Bodenbelag aus Kunststoff bekommen.“

Begehbare Skulptur als Sitzmöglichkeit auf dem Uhlenbruckplatz

Eigens für Jugendliche wurden Sitzelemente in Form einer begehbaren Skulptur aufgestellt. Holzbänke laden aber auch Ältere zum Verweilen ein. Blühstauden, Gräser und kleine Mauern grenzen den Platz von den ihn umgebenden Straßen ab.

Ein glückliches Ende für ein Projekt, das fast gescheitert wäre. „2008 befand sich die Stadt im Haushaltsnotstand und konnte den nötigen Eigenanteil von 20 Prozent der Baukosten nicht aufbringen“, sagt Wilzewski, der die Umsetzung der Bürgerpläne aber nie aus den Augen verlor.

2013 gab die Kommunalaufsicht in Düsseldorf schließlich grünes Licht. „Damit konnten wir noch vorhandene Restfördermittel des Stadtteilprojektes Lirich für die Finanzierung der Neugestaltung nutzen.“

Der Oberhausener Süden von oben

 

Barbara Hoynacki

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Uhlenbruckplatz als neuer Treffpunkt in Oberhausen-Lirich
Uhlenbruckplatz als neuer Treffpunkt in Oberhausen-Lirich
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2016-02-17 16:00
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