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Udo Jürgens hinterlässt Eindruck - Erster Walk of Fame für Musicalstars in Oberhausen

22.05.2013 | 19:10 Uhr
Udo Jürgens hinterlässt Eindruck: Udo Jürgens weiht am Mittwochabend den ersten Musical „Walk of Fame“ am Metronom Theater in Oberhausen ein.Foto: Tom Thöne

Oberhausen.   Oberhausen hat jetzt einen "Walk of Fame" - den ersten und einzigen für Musicalstars, wie die Macher stolz betonen. Der erste, der Eindruck hinterlässt, ist Udo Jürgens. "Ich war noch niemals in New York", das Musical mit seinen Hits, ist mittlerweile 3000. Mal aufgeführt worden.

Als das Blitzlichtgewitter beginnt, kommt Udo Jürgens gerade in Tritt. Ein Schritt vor und der 78-jährige Österreicher steht mit der Schuhsohle in einem Behälter, der mit glattgestrichener Tonerde gefüllt ist. Die Masse ist ziemlich hart. Zwei weibliche Matrosen helfen mit ihren Händen nach. Jürgens möchte Eindruck hinterlassen. Er ist der erste Künstler, der sich vor dem Metronom-Theater im neuen „Walk of Fame“ verewigen darf.

„Das ist weltweit der erste Weg mit den Abdrücken von Berühmtheiten aus der Musicalwelt“, sagt Manuela Wolf, die Sprecherin des Theaters. Sie unterstreicht: „Das gibt es nicht am Broadway, sondern nur bei uns in Oberhausen.“

Eintrag ins Goldene Buch der Stadt

Hände und Füße presst der Künstler deshalb sorgfältig in die Tonerde, die noch nicht in den Boden eingelassen ist. Wolf: „Das geschieht in den nächsten Tagen. Zunächst muss der Ton gebrannt werden, damit er haltbar wird.“ Jürgens ist gerne gekommen. Er sieht sich im Anschluss an die Signierung seiner Spuren die weltweit 3000. Vorstellung des Musicals „Ich war noch niemals in New York“ an. Es ist sein Musical. Es sind seine Songs.

Udo Jürgens am Centro

In Erinnerung zu bleiben, auch in vielen Jahrzehnten, das ist dem Interpreten von Schlager-Hits wie „Mit 66 Jahren“ und „Siebzehn Jahr, blondes Haar“ wichtig. „Ich habe mein Schaffen immer als Lebenswerk gesehen“, sagt er und reinigt seine verschmierten Hände. Im Revier werde hart und ehrlich gearbeitet. Er komme gerne nach Oberhausen. „Das ist eine echte Kulturstadt, auch wenn man das nicht immer gleich vermutet.“

An den Ruhestand denkt er nicht

Jürgens selbst möchte weiter Musik schreiben und nicht nur seine Songs in einem Musical verarbeitet hören. Er verrät: „Ich arbeite derzeit an einem neuen Album. Bei dieser Arbeit schmeißt man viel weg, aber es kommt immer wieder was Gutes dabei heraus!“ An den Ruhestand denkt er nicht: „Ich möchte nicht vor dem Ofen mit einer Katze auf dem Schoß alt werden.“ In Oberhausen sucht der Klagenfurter den Kontakt zur Jugend. Er spricht mit den Darstellern der Show: „Zwischen uns ist schon eine enge Verbindung entstanden.“

Udo Jürgens in Oberhausen

Als Höhepunkt folgt der Eintrag ins Goldene Buch der Stadt. Welcher Star sich als nächster vor dem Metronom verewigen darf, steht noch nicht fest.

Dirk Hein



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