Tsalastras kritisiert Paternoster-Aus: „Wie dumm ist das denn?“

Den Paternoster-Aufzügen im Oberhausener Rathaus und im Technischen Rathaus in Sterkrade droht nach einer Änderung der Betriebssicherheitsverordnung das Aus. Oberbürgermeister-Kandidat Apostolos Tsalastras zeigte sich darüber verärgert: „Das ist ein unglaublicher Schildbürgerstreich“, sagt er.

Laut Bundesarbeitsministerium sollen die Paternoster ab dem 1. Juni künftig nur noch von geschultem Personal genutzt werden dürfen. „Ich kann ja nicht in jeder Etage einen Kontrolleur aufstellen, der dafür sorgt, dass nur speziell eingewiesene Rathausbeschäftigte den historischen Aufzug betreten“, sagt Tsalastras, „und genau das wird in der Verordnung gefordert. Sie ist also de facto ein Fahrverbot. Wie dumm ist das denn?“

Da neben Angestellten auch Besucher den historischen Aufzug nutzen können, fordert der Erste Beigeordnete: „Der Paternoster im Rathaus muss öffentlich zugänglich bleiben. Die aus dem Hause von Ministerin Andrea Nahles stammende Regelung ist nicht hinnehmbar.“

Für Tsalastras hat der Betrieb auch historischen Wert: „Er hat sich dort über Jahrzehnte bewährt. Ich möchte nicht, dass dieser technikgeschichtlich wichtige Aufzug nun von Bürokraten gestoppt wird“, sagte er.