Troja ist aktueller, als man denkt

Am Ende geht Troja in Flammen unter. Kein Stein bleibt auf dem anderen. Über 2800 Jahre ist diese Geschichte alt – und hat nichts von ihrer Faszination verloren. Das KjG Theater zeigt im September seine eigene Sichtweise auf die homerischen Gesänge und ist dabei inspiriert von Christa Wolfs „Kassandra“.

Wie konnte das wohlhabende und weltoffene Troja untergehen, wie konnte es zum verheerenden Krieg kommen? Plötzlich ist Troja aktueller, als man denkt. Das 35-köpfige Ensemble des KjG Theaters spielt die entscheidenden Szenen der letzten Tage Trojas auf einer über hundert Quadratmeter großen Bühne. Wie Fragmente setzen sich Erinnerungen zusammen, in deren Mittelpunkt die Königstochter Kassandra steht. In einer zeitgemäßen Sprache werden die Charaktere lebendig.

Beeindruckend ist die multimediale Gestaltung des Dramas: Einspieler auf einer 15 Quadratmeter großen Leinwand lassen Filmsequenzen und Bühnenspiel verschmelzen. Aufwendig wurden Szenen im Vorfeld gedreht, um sie passend für die Inszenierung einzusetzen. Ein packender Soundtrack und viele weitere Spezialeffekte bieten dem jungen Ensemble optimale Bedingungen, sein Talent zu zeigen.

Fünf Aufführungen sind im September zu erleben: am 4. 9. um 19 Uhr, am 5. 9. um 19 Uhr, am 6. 9. um 15 Uhr, am 11. 9. um 19 Uhr sowie am 12. 9. um 17 im Gemeindehaus Liebfrauen, Roßbachstraße 41 (Dauer rund 150 Minuten). Im Kartenpreis von 5 Euro enthalten ist eine Sitzplatzreservierung und ein großes Programmheft.