Trödelmarkt von Frauen für Frauen

Beim Frauen-Trödel durfte natürlich auch gehandelt werden.
Beim Frauen-Trödel durfte natürlich auch gehandelt werden.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Textiles dominierte die Verkaufsstände beim „NachtKlimbim“ im soziokulturellen Zentrum Druckluft

Oberhausen.. Ein Trödelmarkt von Frauen für Frauen, das ist die Idee von „NachtKlimbim“. Zum vierten Mal lud Organisatorin Stephanie Zöphel dazu am Samstag von 18 Uhr bis Mitternacht ins soziokulturelle Zentrum „Druckluft“ gegenüber vom Bero-Zentrum ein. Sie konnte sich bei bestem Sommerwetter über fehlende Besucherinnen nicht beklagen.

Zwar erhielten auch Männer Einlass. Aber sie kamen höchstens in Begleitung ihrer Liebsten. Denn an den 80 Ständen dominierte doch Trödel fürs zarte Geschlecht, hauptsächlich Bekleidung und Schuhe, Schmuck und Handtaschen, auch einige Taschenbücher. Wo findet man sonst silberfarbene Gummistiefel oder schwarze Lackstiefel mit einer 19 Zentimeter hohen Plateausohle?

Überall wurde eifrig gestöbert. Da gab es T-Shirts und Sweatshirts, Jacken und Schuhe in allen Variationen. Die Frauen hatten die Qual der Wahl. Eine Blondine tat sich schwer, welche von zwei Hotpants, die ihr gefielen, sie wohl nehmen sollte. Ratlos hielt sie sie hoch, entschied sich dann für die weniger knappe von beiden, hing die andere, fransige Jeans wieder zurück an die Kleiderstange.

Schnäppchen ergattert

Jasmin (21) aus Bochum war mit ihrem Kauf zufrieden. „Ich gehe oft auf Flohmärkte. Da findet man coole Sachen, die andere nicht mehr im Kleiderschrank haben“, sagte sie. Für 15 Euro hatte sie eine blaue Jeansjacke von Levi’s ergattert. „Die kostet neu locker 100 Euro“, freute sie sich und trat mit ihrer Freundin die Rückfahrt an.

Wer in einer der vier ehemaligen Babcock-Hallen oder im Außengelände nicht herumstöbern wollte, konnte drinnen oder draußen auch im Sitzen essen und trinken. An der Bar traf man Stephanie Zöphel selbst beim Cocktail-Mixen. Jahrelang war sie Angestellte im Druckluft. Seit kurzem ist sie selbstständig. „KlimBim“ heißt ihre Veranstaltungsreihe. Der Überschuss aus Eintritts- und Standgeldern kommt dem soziokulturellen Zentrum zugute.

Selten traf man Ausstellerinnen an, die alleine gekommen waren. Oft teilten sich sogar mehr als zwei Frauen ihren Verkaufsstand.

Sina Emde aus Ennepetal und Anja Schöb aus Gevelsberg hatten sich erst drei Tage zuvor zur Teilnahme am „NachtKlimbim“ entschlossen und einen der letzten Stände ergattert. Sie hatten bei Facebook die Anzeige gelesen. Unter den Kleidungsstücken, die sie anboten, dominierte die Farbe Schwarz. „Wir haben ausgesondert, wo wir rausgewachsen sind oder was heute nicht mehr unser Stil ist“, erklärte Emde.