Toter Winkel gefährdet Radfahrer und Fußgänger

90 Fahrzeuge der Wirtschaftsbetriebe Oberhausen GmbH (WBO) sind jetzt mit den Aufklebern „Achtung Toter Winkel“ unterwegs. Das Unternehmen beteiligt sich damit an der gleichnamigen Aktion der Landesverkehrswacht.

„Die Unfälle, bei denen geradeaus fahrende Radfahrer mit rechtsabbiegenden Lkw, Bussen oder Autos zusammenstoßen, zählen zu den schwersten, da die Opfer – oft auch Schulkinder – keine Chance haben“, erklärt der Vorsitzende der Oberhausener Verkehrswacht, Dieter Elsenrath-Junghans. „Unsere Stadt gehört zu den fahrradfreundlichsten des Landes“, meint WBO-Geschäftsführerin Maria Guthoff. Gerade zu dieser Jahreszeit seien viele mit dem Rad unterwegs. Zudem laufe die Aktion Stadtradeln. „Es ist also ein guter Zeitpunkt, um auf die Problematik des Toten Winkels aufmerksam zu machen. Achtsamkeit ist gefragt. Deshalb beteiligen wir uns gerne an der Aktion.“

Jedes Fahrzeug hat vier Tote Winkel: direkt davor, dahinter, auf der linken und – besonders gefährlich – auf der rechten Fahrzeugseite. Das Sichtfeld für Fahrer von Lkw, die mit Rück- und Seitenspiegeln ausgestattet sind, kann bis zu 38 Prozent eingeschränkt sein. In diesem Toten Winkel könnte dann sogar eine ganze Schulklasse verschwinden und für den Fahrer nicht erkennbar sein.

Besonders hoch ist das Unfallrisiko, wenn ein Großfahrzeug an der Ampel steht und nach rechts abbiegen will. Ein Radfahrer zwischen Fahrzeug und Bürgersteig wird dann vom Fahrer oft nicht gesehen.

Tipp für Radler: Wenn sie das Gesicht des Lkw-Fahrers in dessen Außenspiegel sehen können, dann kann der Fahrer auch den Radfahrer erkennen. Radfahrer und Fußgänger sollten daher den Blickkontakt mit dem Fahrer suchen, vor einer roten Ampel hinter dem Lkw oder Bus warten, notfalls auf die Vorfahrt verzichten.