"tofftet Leben" betreut Hilfsbedürftige in Oberhausen

"tofftet Leben" betreut rund 140 Menschen.
"tofftet Leben" betreut rund 140 Menschen.
Foto: Michael Dahlke
Was wir bereits wissen
Das Unternehmen „tofftet Leben“ betreut 140 Menschen, psychisch Kranke oder Drogenabhängige. Jeder Klient wird individuell einige Wochenstunden betreut.

Oberhausen.. Ihre Klienten sind psychisch Kranke und Drogenabhängige. Ihr Ziel: Diesen Menschen ihre Unabhängigkeit zu erhalten und ihnen ein Leben in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen. Sie, das sind die Mitarbeiter von „tofftet Leben“, einer Einrichtung der Wiedereingliederungshilfe.

„Wir betreuen 140 Klienten“, sagt Geschäftsführerin Eva Winkelhüsener. Die Bandbreite ist groß. „Vom 22-jährigen Drogenabhängigen bis zur 80-jährigen Demenzkranken ist alles dabei“, verdeutlicht Fachkraft Sabine Buteweg. Das an der Josefstraße ansässige Unternehmen, ein vom Landschaftsverband Rheinland anerkannter Leistungsträger, hat inklusive der Verwaltungskräfte im Gegenzug 16 Mitarbeiter.

„Jeder Klient bekommt seinen eigenen Betreuer“, sagt Eva Winkelhüsener. Dieser Betreuer kümmert sich individuell einige Stunden pro Woche um den kranken Menschen. Die Hilfeleistungen umfassen gemeinsames Einkaufen, die Begleitung zu Ärzten oder Behörden, die Arbeit an der Erkrankung, entsprechend auch die Anbindung an Therapeuten, Fachärzte oder Drogenberatungsstellen. Und manchmal werden auch einfach gemeinsam Haushaltspläne erstellt.

Die schönen Momente

Die Mitarbeiter von „tofftet Leben“ kommen zwei Mal pro Woche zu Teamsitzungen zusammen. Außerdem setzen sie sich in kleineren Gruppen zusammen, in denen dann die Fälle angesprochen werden.

Die Klienten wiederum haben auch ihre Treffen. Freitags wird immer zur Kochgruppe eingeladen. „Dabei geht es um Kontakte und um soziale Fertigkeiten“, sagt Winkelhüsener. Dienstags trifft sich die Kaffeegruppe, ebenfalls ein Instrument, um soziale Kompetenzen zu schulen.

Die Arbeit ist nicht immer leicht. Es gibt aber auch immer wieder schöne Momente. So ein schöner Moment ist das Sommerfest gewesen, sagt Sabine Buteweg. Es wurde von Klienten organisiert, die sich sonst immer selbst beweisen, dass sie nichts können. „Das Fest war ein Erfolg für die Menschen, die sonst nicht dranbleiben“, freut sich Buteweg. Klasse sei gewesen, wie liebevoll sich ein junger Mann, sonst ein eher gewalttätiger Haudegen, um eine ältere Dame kümmerte. „Schön ist es auch, wenn Menschen nicht mehr betreut werden müssen, weil sie alleine klar kommen“, erzählt Sabine Buteweg.

Für sie selbst als Betreuer sei es eine große Herausforderung, sich selbst zu organisieren und sich damit auch zu schützen. „Ich habe anfangs mal den Fehler gemacht und fünf depressive Menschen nacheinander besucht“, sagt Buteweg. „Danach war ich selbst fertig.“