Tipp für Gründer - „Du brauchst keinen Dieter Bohlen“

Autor Dennis Betzholz stellt sein Buch „Palmen in Castrop Rauxe - mach dein Leben außergewöhnlich“ vor.
Autor Dennis Betzholz stellt sein Buch „Palmen in Castrop Rauxe - mach dein Leben außergewöhnlich“ vor.
Foto: Ulla Emig/WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Autor Dennis Betzholz (29) stellt sein Buch vor. Bei „Palmen in Castrop-Rauxel“ geht es um Beharrlichkeit und erfüllte Träume.

Oberhausen.. Sie beobachteten den Palmenzüchter aus Castrop-Rauxel und nahmen seine Geschichte in das Buch auf, das mutige Gründer beschreibt, die sich ihren Lebenstraum erfüllt haben. Das gemeinsame Werk vom Oberhausener Dennis Betzholz (29) und dem Hertener Felix Plötz (31) erscheint bereits in der zweiten Auflage. Motto: „Mach’ dein Leben außergewöhnlich!“

Sie schreiben über mutige Gründer und Geschäftsideen. Wie viel Initiative steckt in Ihrem eigenen Buch?

Dennis Betzholz: Wir haben tatsächlich alles selbst geregelt: über den Lektor, die Grafik, den Setzer, den Druck und bis zur PR hinterher. Die Botschaft des Buches ist, du bist nicht auf andere angewiesen, wenn du dein vermeintliches Luftschloss in der Realität umsetzen willst.

Träume kosten aber oftmals Geld.

Betzholz: Wir sind den Weg über Crowdfunding gegangen, also Schwarmfinanzierung im Internet. Wir hatten keinen großen Verlag an unserer Seite. Bei einem Selbstverlag denken viele an vergilbtes Papier und ein hässliches Cover. Aber das ist nicht so. Wir wollten ein Buch machen, das mit den Großen mithalten kann. Über Crowdfunding erkennst du zudem, ob das Thema die Leute interessiert. Wir haben so 10.000 Euro gesammelt. Ein Video einzustellen, reicht aber nicht: Du musst Blogger anschreiben oder eine Facebook-Seite anlegen.

Worum geht es?

Betzholz: Im Buch beschreiben wir zwölf Menschen, die sich ihre Träume erfüllt haben. Wir haben einen YouTube-Star von der Küste dabei, der so ein Comedian geworden ist. Er besitzt mittlerweile eine Million Abonnenten und könnte davon leben. Du brauchst keinen Dieter Bohlen mehr, um ein Musik-Star zu werden. Unser Buch ist kein Ratgeber, sondern ein Mutmacher. Wir wollen die Geschichten von Menschen erzählen, die es geschafft haben, die damit Antrieb geben.

Kein rosaroter Weg

So wie bei einem Mann aus Castrop-Rauxel, der Palmen züchtet?

Betzholz: Genau. Wir haben den Titel „Palmen in Castrop-Rauxel“ gewählt, um zu zeigen, dass es gute Ideen nicht nur in Metropolen wie Berlin, München oder Hamburg gibt, sondern auch in Castrop-Rauxel. Diese Geschichte ist sehr greifbar.

Der Weg zum Ziel ist selten rosarot: Es gibt Hürden und Leute, die sagen: „Das wird sowieso nichts!“

Betzholz: Darum geht es im Buch nicht nur um den roten Teppich, sondern den kompletten Weg, mit allen Zweifeln und Bedenkenträgern.

Was sind die größten Hindernisse?

Betzholz: Oft heißt es: Oje, ich brauche ein Startkapital. Ich muss meinen Job kündigen. Und ich benötige Beziehungen. Das ist aber nicht so. Und das eint alle Personen, die im Buch vorkommen.

Hatten Sie selbst Druck?

Betzholz: Wir wollten die Erwartungen an das Buch vorher niedrig halten. Wichtig war, dass der Weg zum Ziel Spaß macht. Nun ist die Startauflage von 2000 Stück verkauft. Ein wahnsinnig gutes Gefühl.