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Vergnügungspark

Tierschützer kritisieren im Centro Oberhausen geplanten Merlin-Meerespark

24.05.2012 | 08:47 Uhr
Die Merlin Entertainment Group will den Besuchern ihres neuen „Ocean Adventure Parks“ am Centro Oberhausen auch Pinguine zeigen. Das kritisieren Tierschützer.Foto: Ingo Otto

Oberhausen.   Im Frühjahr 2013 will Sea-Life-Betreiber Merlin Entertainment auf dem Centro-Gelände den „Ocean Adventure Park“ eröffnen. Tierschützer verurteilen, dass der Konzern in dem Vergnügungspark Tiere halten will. Der Projektentwickler beschwichtigt: „Die Pinguine bekommen die beste Bedienung überhaupt.“

Es ist noch kein Tier zu sehen. Und der „Ocean Adventure Park“ ist noch gar nicht gebaut. Nach dem WAZ-Bericht über die geplante Eröffnung des Vergnügungsparks im Frühjahr 2013 mehren sich aber kritische Stimmen. Tierhaltung in einem Freizeitpark – muss das denn wirklich sein?

„Das wirtschaftliche Interesse steht im Vordergrund“, sagt Peter Höffken von Peta. Die Organisation tritt radikal für Tierrechte ein und verurteilt die Pläne massiv. Es könne nicht sein, dass Tiere als Vergnügungs-Kulisse herhalten. „Zoos reden sich noch mit wissenschaftlichen Ansprüchen raus“, sagt Höffken. „Aber das ist ein rein kommerzielles Unternehmen.“

„Die Pinguine bekommen die beste Bedienung überhaupt“, sagt Caspar Bonavent von Merlin Entertainment. Bonavent hat für den britischen Freizeitparkbetreiber die Planung vor Ort übernommen. Er arbeitet vom Sea-Life-Aquarium aus, das ebenfalls von Merlin betrieben wird. Bonavent erklärt, dass die Besucher die Pinguine künftig von den Booten der Wildwasserbahn aus hinter einer Glasscheibe beobachten können. „Das wird ganz leise sein.“ Die Pinguine bekämen nichts vom Lärm der Bahn mit. Es sei schonender als wenn Besucher vorbeiliefen.

Weitere Tierhaltung offen

Bei der Eröffnung im kommenden Frühjahr sollen die Pinguine vorerst die einzigen Tiere im Park sein. Erst nach und nach will Merlin die Themenwelt Antarktis um weitere Bereiche ausbauen. Geplant ist unter anderem die „Nordsee“. Ob dort Robben zu sehen sein werden, lässt Bonavent offen. „Grundsätzlich kommen alle Tiere in Frage, die in der Nordsee leben.“ Welche sich für den Park eignen, werde dann ausgiebig geprüft.

Das Centro Oberhausen

Die Stadt hatte bereits angekündigt, die Tierhaltung eingehend zu prüfen. Man sehe aber keine Bedenken, dass Vorschriften nicht eingehalten werden. Auch Peta sieht keine Rechtsverstöße. Aber Peter Höffken glaubt, dass die Ausrichtung in eine völlig falsche Richtung geht. „In Zoos gibt es gewisse Möglichkeiten der öffentlichen Kontrolle. Die gibt es hier nicht.“

Keine gebrauchte Wildwasserbahn aus dem Heide-Park

Erfahrungen mit der Kombination von Tier und Vergnügung hat auch die Zoom-Erlebniswelt in Gelsenkirchen gemacht. Dort gibt es in der Alaska-Erlebniswelt das „Alaska Ice Adventure“. Besucher können einen nachgebauten Iglu steigen und sich begleitet von Filmen durchschütteln lassen.

„Bei uns ist es so, dass das Tier im Mittelpunkt steht“, sagt Zoom-Sprecherin Sabine Haas. Das sei auch für die Besucher der Anlass, um in den Zoo zu kommen. Mit naturnaher Gestaltung und sanft eingestreuten Vergnügungseinrichtungen versuche Zoom ein attraktives Umfeld zu schaffen. Wirtschaftlicher Erfolg sei messbar: Statt einer Viertelmillion Gäste im alten Ruhrzoo kommen nach dem Umbau gut viermal so viele Besucher.

Peta kündigt an, den Bau des „Ocean Adventure Parks“ kritisch zu begleiten. Merlin Entertainment will etwa Ende Juni loslegen. Die Wildwasserbahn werde übrigens komplett neu gebaut, sagt Caspar Bonavent. In einschlägigen Internetforen wurde gemunkelt, dass Merlin eine 30 Jahre alte Bahn aus dem Heide-Park Soltau recyclen will. Das sei falsch.

Neue Mitte Oberhausen von oben

 

Arne Poll


Kommentare
29.05.2012
16:33
Tierschützer kritisieren im Centro Oberhausen geplanten Merlin-Meerespark
von zuschauer_mit_informationen | #8

Ein Tag an dem Peta nicht irgendwas hat woran sie herumnörgeln können, ist ein verlorener Tag.
Das ist das Motto von Peta!

Sich immerwieder durch abstruse Vorwürfe in die Medien zu bringen, ist das einzige was diese Pseudo-Tierfreunde können.
Tieren helfen die garnicht, im Gegenteil. Tiere haben die doch nur ausgewählt, weil alle anderen Themen schon besetzt waren.

Wer Geld an Peta spendet, kann es auch gleich jedem Penner auf der Straße geben, dann kanns immerhin noch passieren, dass die Penner ihren Hunden Futter kaufen. Peta bezahlt nur das Personal und die Marketing-Kampagnen um noch mehr Geld zu scheffeln.

25.05.2012
21:25
PeTA hat recht
von www.schnitzel-ist-out.de | #7

Keine Tiere in den Freizeitpark! Warum müssen immer Tiere eingesperrt werden, um Leute zu belustigen? Setzt Euch doch selbst in den Knast, wenn es Euch so gut gefällt!

24.05.2012
20:51
Tierschützer kritisieren im Centro Oberhausen geplanten Merlin-Meerespark
von maria40 | #6

Gibt es keine Wasserheuschrecken ?
Na gut gibst wohl (noch) nicht


24.05.2012
20:41
Tierschützer kritisieren im Centro Oberhausen geplanten Merlin-Meerespark
von exmex | #5

Verstehe ich nicht, in der Überschrift stand doch was von Tierschützern.

Dann lese ich Peta........

24.05.2012
19:21
Unterhaltung
von bearny | #4

Es ist schon etwas komisch, wenn die Leute in einer Wildwasserbahn an Pinguinen vorbeiflitzen. Auch wenn´s eine langsame Strecke sein sollte, sehr viel zu sehen bekommt man von den Tieren wohl nicht.
Die andere Sache ist, dass die meisten Tiere in solchen Parks keine in Freiheit geborenen sind, sondern in Freiheit ausgesetzt wohl keine Woche überleben würden.
Wer aber sagt, daß die Viecher nicht schlechter leben als im Zoo? Ich glaube kaum, daß die Veranstalter gewillt sind, jeden Monat neue Tiere zu beschaffen, die auch wieder eingegliedert werden müssen.
Abschließend noch etwas zu @3; Danke für den Tip, dies WE ist ja das Wetter wohl sehr gut, Pfingsten ist frei, und wie geschaffen für ein ganzes Grillwochenende.
Garcon, ein halbes Schwein bitte, ich grille selbst!

24.05.2012
15:54
Tierschützer kritisieren im Centro Oberhausen geplanten Merlin-Meerespark
von Malakostraka | #3

Vermutlich sind das wieder solche Tierschützer, die regelmäßig Bestandteile des Bindegewebes von Wirbeltieren einer Plastikschale entnehmen und sie grillen.

24.05.2012
12:11
Kritische Stimmen mehren sich?
von Geier05 | #2

Die einzige kritische Stimme kommt bisher von der radikalen Tierrechtslaienspieltruppe von PETA. Es ist noch nichts passiert, keiner weiß irgend etwas, aber Herr Höffken von PETA bauscht die Geschichte schon einmal wieder auf und die Medien spielen mit.

In Amerika killen diese Tierrechtler tausende anvertraute Hunde und Katzen und hier in Deutschland spielen sie sich als Moralapostel auf. Ich kann nicht verstehen, dass diesem radikalen Spendensammelverein soviel Aufmerksamkeit in dieser Zeitung gewidmet wird.

Es wäre vielleicht mal angebracht einen Artikel über die Mitgliederstruktur, Vorstand, Spendenmittelverwendung zu schreiben. Ich würde mich ja freuen, wenn wirklich etwas für das einzelne Tier herauskommen würde. Leider geht ja alles für Aktion und Gehälter drauf. Also für Medienarbeit.

1 Antwort
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #2-1

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24.05.2012
10:05
Meerespark alarmiert Tierschützer
von Stukkadierta | #1

In den USA lässt Peta in den dortigen Tierheimen die Tiere vergasen. Eine kurze Suche über Google bringt genügend Berichte darüber in deutschen Zeitungen. Die Medien haben darüber ausführlich berichtet. Vielleicht sollte diese inzwischen sehr zweifelhafte Organisation erst einmal vor der eigenen Haustür kehren. Irgendwie erinnert mich Peta immer mehr an die katholische Kirche, die auch den Moralapostel spielt und in den eigenen Reihen total verkommen ist.

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