Tierquälerei aus Gedankenlosigkeit

Viele Besucher halten sich auch an die Regel, nur bestimmte Tiere und die nur mit Möhren zu füttern. Das macht den Kindern viel Spaß.
Viele Besucher halten sich auch an die Regel, nur bestimmte Tiere und die nur mit Möhren zu füttern. Das macht den Kindern viel Spaß.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Kommentare auf Facebook. Menschen fordern Eintrittsgeld und Wachpersonal im Tiergehege in Oberhausen. Viele finden traurig, was dort passiert ist.

Oberhausen.. Die WAZ-Berichterstattung über Menschen, die sich im Tiergehege im Kaisergarten nicht an Regeln halten, wurde besonders auf Facebook vielfach kommentiert. Es ging sowohl um Hunde, die in Gehege und Park Tiere verletzt hatten, als auch um Kinder, die die Tiere mit giftigem Grün füttern, ohne dass ihre Eltern etwas sagen. Ein Schaf musste sogar sterben, weil es einen kleinen Eislöffel gefressen hatte.

Über die Füttergewohnheiten schreibt Wally Potrafke: „Besonders die Kinder stopfen den Tieren zum Teil die Sachen richtig ins Maul, obwohl diese es gar nicht wollen. Viele Eltern interessiert es überhaupt gar nicht, was ihre Blagen da machen, Hauptsache, die haben ihre Ruhe.“ Und zum schlechten Benehmen einiger Besucher schreibt Pascal Von Der Weide: „Leider können die meisten Menschen nicht damit umgehen, wenn man ihnen was Gutes tun will.“ Er plädiert streng dafür, Eintritt zu nehmen und Wachpersonal einzustellen. Das wiederum, dass erwachsene Menschen einen Aufseher brauchen, der ihnen die Regeln erklärt, findet Ute Ligmann traurig.

Forderung nach mehr Personal

Simone Wittenborn hat selber schon Menschen darauf angesprochen, dass es verboten ist, Brot und Co zu füttern. „Leider interessiert das kaum jemanden“, hat sie erfahren. Deshalb findet Simone Wittenborn, es müsste mehr Personal präsent sei, dass auch Bußgelder nehmen darf.

„Einfach nur traurig“, findet Jasmin Müller, was im Tiergehege passierte. Da gebe es so etwas Tolles wie den Kaisergarten in unserer Stadt, und durch solche Aktionen würde das gefährdet. „Dabei befinden sich genug Mülleimer auf den Wegen, und ich finde, Hunde sollten sowieso an die Leine.“

Benjamin Bindzus hat eine drastische Sicht: „Guckt euch doch mal die Gestalten an, die da rumrennen. Dass die die Tiere nicht vor Ort grillen, wundert mich.“

Michaela Weymann ist einfach nur entsetzt und kommentiert: „Mein Gott, die armen Tiere, was gibt es doch für Idioten.“

Chib Am hat erst kürzlich beobachtet, wie Erwachsene die Hirsche trotz Futterverbots mit Möhren fütterten. „Die können doch eigentlich lesen“, schreibt sie und „ich weiß nicht, wo diese Gesellschaft endet, wenn man sich an so einfache Sachen nicht hält.“

Die Fütter-Praktiken stießen auch Heike Meurer auf: „Ich habe mich schon vor Jahren gewundert, dass man dort Toastbrot und Nudeln verfüttern darf.“

Uwe Kowollik fordert: „Wenn man so etwas mitbekommt, einschreiten. Ich schreite ein, bei solchen Gelegenheiten und stelle die Leute einfach nur vor die Wahl, sich zu benehmen.