Das aktuelle Wetter Oberhausen 15°C
Theater

Theater Oberhausen befördert Praktikantin zur Schauspielerin

25.01.2013 | 12:00 Uhr
Theater Oberhausen befördert Praktikantin zur Schauspielerin
Josephine Parol mit Gewehr, Perücke und Gorilla-Maske.Foto: Carsten Walden

Oberhausen.  Eigentlich wollte Josephine Parol nur der Dramaturgin im Theater Oberhausen über die Schulter blicken. Doch weil in "Magnet der Affen" noch zwei Rollen offen waren, wurde die Praktikantin plötzlich zur Perückenträgerin. Bald lockt für die Jungschauspielerin sogar die Hauptstadt.

Sie wollte nur mal der Dramaturgin Hannah Schwegler über die Schulter schauen und hatte Glück: Josephine Parol (20), zwischen Abitur am „Elsa“ und Studium als Praktikantin am Theater , erhielt gleich zwei Rollen in „Magnet der Affen“ , der Koproduktion der Berliner Bühne "Das Helmi" und des Oberhausener Theaters.

„Der Gorilla-Kopf war noch übrig und es wurde eine Nova gebraucht“, sagt Josephine. „Und dann war ich plötzlich Schauspielerin.“ Und es brachen harte Zeiten für sie an: tägliche Proben von 10 bis 14.30 und 18 bis 22 Uhr. „Da hatte ich nicht viel Zeit zum Geldausgeben, dafür aber Spaß total.“

Chaotisch, kreativ und inspirierend

Chaotisch, kreativ und inspirierend sei die Entstehung der schrägen, schrillen und ungewöhnlichen Inszenierung mit Handpuppen und Masken gewesen. Leicht machte es sich keiner, als Team rangen Berliner und Oberhausener gemeinsam um beste Lösungen für die Aufführung. Josephine: „Es wurde manchmal stundenlang debattiert, der Schluss stand erst kurz vor der Premiere fest.“

Der Lohn: viel Beifall der Zuschauer und überwiegend positive Kritiken. Josefine: „Ich habe viel gelernt und erfahren, habe alle ausgefragt, die Bühnenbildnerin, die Kostümbildnerin , alle waren unheimlich freundlich und bereit, mir etwas zu erklären. Und ich habe gelernt, mir die Perücke, die ich als Nova trage, selbst festzustecken.“

Ohne Maskenbildner nach Berlin

Das muss sie auch, denn, wenn „Magnet der Affen“ in Berlin aufgeführt wird, reist Maskenbildner Thomas Müller nicht mit. Zuvor wird das Stück noch einmal am Sonntag, 27. Januar, um 18 Uhr im Malersaal aufgeführt. Karten:  857 81 84.

Gudrun Mattern


Kommentare
Aus dem Ressort
Friedliches Fußballspiel in Oberhausen
Neonazis
Beim Spiel einer israelischen U-19-Mannschaft im Rahmen des Evonik Ruhr Cup International im Oberhausener Niederrheinstadion war der Aufmarsch von Rechten befürchtet worden. Die Anzahl der Polizisten und Ordner wurde aufgestockt. Doch zum Glück blieb alles ruhig.
Rocker-Verbote im Netz - Ralf Jäger als neue "Zensursula"?
Rocker
NRW-Innenminister Jäger will das Verbot von "Hells Angels"- und "Bandidos"-Abzeichen auch im Internet durchsetzen. Kritiker sehen ihn auf Spuren von "Zensursula" von der Leyen und ihren Internetsperren bei Kinderpornografie. Kein passender Vergleich. Aber ganz sauber ist Jägers vorgehen wohl nicht.
Kinder und Jugendliche lernen in Oberhausen Deutsch
Bildung
Drei Wochen durften ausländische Kinder und Jugendliche vorbereitend auf die Schule Deutsch pauken. Bei der Feier zum Abschluss der Sommerschule des Kommunalen Integrationszentrums (KI) zog Zauberer Hans Dillenberg die Schüler in seinen Bann.
Polizei beschützt israelisches Fußball-Team in Oberhausen
Fußball
In Oberhausen spielt Freitag der israelische Club Maccabi Netanya. Einige Spiele israelischer Teams wurden zuletzt durch Parolen von Neonazis gestört. RWO-Chef Sommers wünscht sich, dass die Jugendlichen in Ruhe Fußball spielen können. Eine Stunde vor Spielbeginn gab es keine Anzeichen für Proteste.
In St. Joseph klingt die größte Glocke der Stadt Oberhausen
Rund um die Kirche
Wenn in der Gemeinde St. Joseph in Oberhausen-Styrum die Kirchenglocken läuten, ertönt der „Dicke Jupp“. Diesen Spitznamen haben die Styrumer der 4,6 Tonnen schweren Glocke gegeben, die überall in der 4200-Seelen-Gemeinde zu hören ist, wenn es die Stunde schlägt.
Fotos und Videos
St. Joseph in Oberhausen
Bildgalerie
Kirchenserie
RWO - 1. FC Bocholt
Bildgalerie
Fußball
Karnevalsmuseum
Bildgalerie
Brauchtum