Süße Puppen im Miniformat in Oberhausen präsentieren

Nadine Michalski näht jedes noch so kleine Detail selber.
Nadine Michalski näht jedes noch so kleine Detail selber.
Foto: FUNKE Fotoservices
Was wir bereits wissen
Am 13. Juni treffen sich Liebhaber Asiatischer Fashion Dolls im Atelier von Nadine Michalski. Alle sind eingeladen, ihre Lieblinge zu präsentieren.

Oberhausen.. Kennen Sie Asiatische Fashion Dolls? Zuckersüß sind die. Und ihre Outfits erst, so bunt, so fantasievoll, da kann man regelrecht neidisch werden. Wer diese niedlichen Geschöpfe mit den riesigen Augen in ihrer ganzen modischen Vielfalt einmal bestaunen möchte, hat bald Gelegenheit dazu. Nadine Michalski lädt zu einem Treffen von Liebhabern dieser Puppen und solchen, die es werden wollen, ein.

Die Oberhausenerin möchte ihr Atelier in der alten Havensteinschule so gut wie möglich nutzen, so lange sie es noch hat. Im September sei die Neuvergabe. Sie selbst suche nun nach neuen Räumen. Doch ehe sie und ihre weit über hundert selbst genähten Katzen umziehen, soll am Samstag, 13. Juni, in der Zeit von 15 bis 18 Uhr noch eine extrem erlesene Gesellschaft im Atelier, Küppershof 14, zusammenkommen. Eben jene Asiatischen Fashion Dolls können dann dort von ihren Besitzern präsentiert werden. Eingeladen ist jeder Interessierte, spontan vorbeizukommen.

„Oh, ist die süß“

Asiatische Fashion Dolls, diese fragilen Geschöpfe mit den großen Köpfen und riesigen Augen erfüllen den Niedlichkeitsfaktor bis ins Unendliche. Nadine Michalski öffnet einen Karton, in dem ein Puppen-Rohling liegt. Ein bisschen gruselig sieht da dieser übertrieben große Kopf schon aus. Und man fragt sich, wie der auf den dünnen Körper passen soll.

Sieht man aber so ein fertiges Exemplar, ist man geneigt, sofort „oh, wie niedlich“ auszurufen. Michalski hat selber drei Puppen. Die hat sie komplett selber eingekleidet. Das heißt, die Drei werden immer wieder neu gestylt. Die Oberhausenerin näht ja so gerne. „Das ist mein Hobby, das macht mich glücklich und erfüllt mich.“ Eine ihrer Puppen ist heute Erdbeermädchen. Sie trägt knallrotes Haar und ein allerliebstes Kleidchen mit aufgedruckten Früchten. Auf einer kleinen Kappe sitzen wiederum selbstgenähte kleine rote Beeren.

Wie kann man solche Winzigkeiten überhaupt nähen? All diese Miniaturschleifen am Kleid einer zweiten Puppe? Einfach ist das nicht und oft ein Geduldsspiel. „Manche Kleidchen sind schon ganz oft gegen die Wand geflogen, besonders auch das mit den kleinen Schleifen“, sagt Michalski, die sich das Nähen komplett selbst beigebracht hat.

Komplett mit Outfit ab 100 Euro

Die Puppen gibt es natürlich auch schon mit Kleidern und kompletter Ausstattung zu kaufen. Sie kosten zwischen 45 Euro (Rohling) bis zu 300 Euro und mehr. Nadine Michalski sagt, dass eine Puppe mit komplettem Outfit aber auch schon für 100 Euro zu haben sei.

Früher seien sie aus Korea gekommen, mittlerweile kämen sie aus Japan. Vertrieben würden die Fashion Dolls über die Firma Pullip. Zum Treffen am 13. Juni wird auch die einzig lizenzierte Händlerin erscheinen.

Nadine Michalski lacht und sagt, dass viele ihre Puppen auch als Models einsetzen und sie zum Beispiel in der Natur fotografieren. Sie selbst war schon im Kaisergarten und hat so ein liebliches Geschöpf neben Blüten einer Japanischen Kirsche abgelichtet. „Es ist auch sehr beliebt, mit ihnen zu reisen“, erzählt sie. Sie selbst war mit Emmi, der einzigen Puppe mit Namen, in Berlin und fotografierte sie auch in einer Schwulenbar. Da kam dann so ein Riesen-Mann ganz in Leder gekleidet und sagte: „Oh, ist die süß.“