Suche nach Barkhad A.

Nachdem das Verwaltungsgericht Düsseldorf bereits am 5. Februar dieses Jahres entschieden hat, dass der somalische Flüchtling Barkhad A. rechtswidrig nach Malta überstellt wurde und unverzüglich nach Deutschland zurückkehren dürfe, scheint nach Ansicht des Oberhausener Bundestagsabgeordneten der Partei Die Linke, Niema Movassat, nun Bewegung in die Angelegenheit zu kommen.

Movassat hatte sich in den Fall eingeschaltet und sich beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) erkundigt, warum der Gerichtsbeschluss bis heute nicht umgesetzt wurde.

Nach Informationen von Vertrauenspersonen von Barkhad A. sollen die Schwierigkeiten bei den deutschen Behörden liegen, die eine Rückholung behindern würden.

„Das BAMF schiebt den ‚Schwarzen Peter‘ jetzt den maltesischen Behörden zu“, schreibt Movassat. Diese hätten auf Schreiben und Faxe des Bundesamts, in denen sie gebeten worden seien, Barkhad A. ausfindig zu machen und die Rückführung zu koordinieren, nicht reagiert.

„Ich hoffe, dass jetzt endlich Bewegung in die Angelegenheit kommt und wir schon bald Barkhad A. zurück in Oberhausen begrüßen können“, schreibt Movassat. Die Abstimmungsprobleme zwischen den nationalen Behörden dürften nicht auf Kosten von Flüchtlingen gehen. Leittragender in diesem Fall bleibe einzig und alleine Barkhad A., der seit über vier Monaten ohne eine Perspektive auf Malta festsitze.