Streit um nackte Frau geht weiter

Jürgen Dittmeyer, kulturpolitischer Sprecher der Linken, hat den seit vier Jahren anhaltenden Streit um die Aufstellung der nackten Concordia im Kreisverkehr satt: „Das ist doch eine Provinzposse ohne Ende.“ Bereits Ende letzten Jahres habe im Kulturausschuss kein Zweifel daran bestanden, dass die Skulptur im Kreisverkehr errichtet werden soll. Doch innerhalb der SPD scheine es zu Machtkämpfen gekommen zu sein, meint Dittmeyer. Während sich der SPD-Oberbürgermeisterkandidat Tsalastras für die Aufstellung der Skulptur im Kreisverkehr ausgesprochen habe, stellten sich die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, Britta Costecki, und der Vertreter der SPD im Kulturausschuss, Ercan Telli, dagegen.

„Das ist ein Affront gegen die künstlerische Freiheit. Allem Anschein nach ist ein Kunstwerk anstößiger als sexistische Werbung. So könnte sich die Gleichstellungsbeauftragte vielmehr gegen die Frauendiskriminierung im Stadtbild einsetzen. Ein Beispiel für solch eine anrüchige Werbung sind Dessous-Models im Stadtmagazin“, erklärt Dittmeyer.