Streik: Eingesparte Personalkosten zweckgebunden nutzen

Die Gewerkschaft Verdi hat gestern die Unterschriftenaktion für einen Einwohnerantrag gestartet. Ziel ist es, dass die eingesparten Personalkosten, die aufgrund des Streiks im Sozial – und Erziehungsdienstes entstanden sind, den Tageseinrichtungen für Kinder für Investitionen und den sozialen Diensten zur Prävention zu Verfügung gestellt werden.

Die Zahl der erforderlichen Unterschriften beträgt in Oberhausen vier Prozent der Einwohner (zurzeit ca. 6600), maximal jedoch 8000 gültige Unterschriften.

Förderung von Kindern ermöglichen

„Mit diesem Antrag wollen wir in die politische Diskussion einsteigen. Es kann nicht sein, dass die eingesparten Personalkosten den allgemeinen Haushalt oder Personalhaushalt entlasten und damit die Stadt Oberhausen vom Streik profitiert“, heißt es dazu von Henrike Greven, der Verdi-Geschäftsführerin im Bezirk Mülheim/Oberhausen. „Wir wollen erreichen, dass diese eingesparten Gelder den Kindertageseinrichtungen und den sozialen Diensten für Prävention zur Verfügung gestellt werden.“ Durch Anschaffungen, Instandsetzungen und Renovierungen in den Tageseinrichtungen für Kinder, die mit diesem Geld finanziert werden können, sei eine gezielte Förderung der Kinder und adäquate Verwendung der Mittel anstelle der ursprünglichen Personalkosten gewährleistet, so Greven. Analog dazu würde durch die Förderung der präventiven Arbeit der sozialen Dienste auch eine adäquate Verwendung der Mittel gewährleistet.

„Ich bin mir sicher, dass wir eine große Unterstützung in der Oberhausener Bevölkerung erhalten werden und die erforderlichen Unterschriften zeitnah zusammen bekommen werden“, wirbt Henrike Greven dafür, dass möglichst viele Mitbürger ihre Unterschrift leisten werden.