Streckenausbau soll 8400 weitere Fahrten bringen

Woher sollen die 8400 zusätzlichen Fahrten kommen, mit denen die Gutachter werktäglich auf der Strecke der 105 rechnen?

Die Fahrgastprognose erfolgte mit Hilfe eines Verkehrsmodells nach den Vorgaben der Standardisierten Bewertung.

Das bereits seit mehreren Jahrzehnten in allen vom Bund mitfinanzierten Stadtbahn-Projekten bewährte Berechnungsverfahren geht davon aus, dass auf der Grundlage von Reisezeitvergleichen ein Teil der Pkw-Verkehre auf den Öffentlichen Verkehr verlagert wird, wenn sich durch eine Maßnahme (in diesem Fall die Verlängerung der Linie 105) auf Verbindungen ein Reisezeitvorteil des Öffentlichen Nahverkehrs gegenüber dem Pkw ergibt. Hinzu kommen neue Fahrten, die erst durch den Streckenneubau entstehen, da sich damit Alternativen bieten, die vorher nicht zur Verfügung standen.

In der Summe ergibt sich infolge der Verlängerung der Linie 105 das Ergebnis von etwa 8400 zusätzlichen Fahrgästen im Öffentlichen Personennahverkehr. Die meisten dieser Fahrten finden auf Verbindungen zwischen Oberhausen-Sterkrade bzw. der Neuen Mitte Oberhausen und den westlichen Essener Stadtteilen statt, da sich auf diesen Verbindungen die Fahrtzeiten deutlich verkürzen.

Berechnungsgrundlage für die Fahrgastprognose war das Verkehrsmodell der Stadt Oberhausen, das neben Oberhausen auch alle Nachbarstädte sowie das Umland abbildet und anhand von Fahrgastzählungen und Pkw-Zählungen geeicht ist.