„Straßenbahnen sind attraktiver als Busse“

Wieso muss Oberhausen überhaupt Geld für diese Strecke aufbringen, wo doch viele Bürger im gesamten westlichen Ruhrgebiet den Nutzen davon haben?

Den sogenannten Aufgabenträgern obliegt die Zuständigkeit für den Neubau einer Straßenbahnstrecke auf ihrem Stadtgebiet, hier die Stadt Oberhausen.

Mit dem Bau der Linie 105 werden auch die Radwege verbessert. Werden diese Verbesserungen auch ohne die neue Bahnstrecke vorgenommen?

Die Radwege werden nur beim Bau der Linie 105 realisiert.

Wie werden die 300 000 Euro Betriebskosten für die Linie 105 gegenfinanziert? Gibt es im Gegenzug dafür weitere Einschnitte im Netz der Stoag?

Die heutige Gegenfinanzierung durch die Stadt Oberhausen ist nicht gedeckelt bzw. der Zuschussbedarf der Stadt Oberhausen ist nicht festgeschrieben. Die Gegenfinanzierung variiert unter anderem durch das Betriebsergebnis der Stoag und die Gewinnbeteiligungen der Stoag. So nehmen die 300 000 Euro Einfluss auf den Zuschussbedarf, der seitens der Stadt Oberhausen geleistet wird.

Ein gefahrener Buskilometer kostet drei Euro, ein gefahrener Kilometer Straßenbahn sieben Euro. Kann man die Lücke zwischen Essen-Frintrop und dem Centro nicht kostengünstiger schließen?

Bei dem Einsatz von Bus oder Straßenbahn darf man nicht nur die Kosten betrachten, sondern auch die Einnahmenseite. Es ist deutlich erwiesen, dass durchgehende Verkehre ohne Umsteigen und der Verkehr mit der Straßenbahn deutlich attraktiver sind als die Kombination von Bus und Straßenbahn mit dem Umstieg.

Kann die Stoag garantieren, dass es durch den Bau der Linie 105 nicht zu anderweitigen Streckenkürzungen oder -einstellungen kommt?

Gerade durch die Inbetriebnahme der Linie 105 wird das Netz der Stoag attraktiver, wovon insbesondere die Buslinien im Stoag-Netz profitieren werden.