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Sterkrader Ablass

23.12.2009 | 19:00 Uhr

Schon zu Anfang des 13. Jahrhunderts war eine Kirche vorhanden, die dem hl. Clemens geweiht war, und mit der Niederlassung des Frauenklosters auf dem Herrenhof des Adolf von Holte begann das aktive gläubige Leben in Sterkrade.

Um das Kloster der Zisterzienserinnen aufzuwerten, gewährten die Päpste Alexander VII. und Benedikt XIV. verschiedene Ablässe.Ablässe gibt es seit dem 11. Jahrhundert. Im Mittelalter erfährt das Ablasswesen einen Aufschwung. Im Vorfeld der Reformation wird der zunehmende Ablassmissbrauch Ausgangspunkt einer allgemeinen Kritik an der Kirche, insbesondere der Verkauf als fiskalische Quelle der kirchlichen Hoheit.

Ältere Leute können sich noch aus ihrer Jugend erinnern, dass katholische Christen aus der Umgebung sich am 1. und 2. August den Portiunkulaablass holten. Schulkinder machten sich einen Sport daraus, an diesen Tagen so oft wie möglich die Kirche zu besuchen, um so viel wie mögliche Ablässe zu gewinnen (Quelle: Alfred und Ulrich Lindemann, „Gedanken zum Sterkrader Ablass”).

Hajo Berns

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