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Sterkrade: Schimmel war ,problematisch'

10.10.2007 | 18:55 Uhr

Gesundheitsamt: Umbau wird jetzt vorgezogen

Wegen des aktuellen Schimmelbefalls im Keller des Gesundheitsamtes Sterkrade wird die schon länger geplante Sanierung des Gebäudes an der Tirpitzstraße vorgezogen. Ursprünglich stand diese Maßnahme erst für 2008 im Investitionsplan der Stadt.

Die Raumluftanalysen des Hygiene-Instituts Gelsenkirchen im Gesundheitsamt Sterkrade hätten "gegenüber der Außenluft deutlich erhöhte Konzentrationen an Schimmelpilzsporen" nachgewiesen, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. Feststoffproben der befallenen Tapeten in Aktenräumen der mit Schimmel befallenen Kellerräume hätten darüber hinaus "neben typischen Indikatoren für Feuchteschäden" eine Schimmelpilzart nachgewiesen, die nach Aussagen des Gutachters "besonders problematisch ist".

Auch wenn sich das Hygiene-Institut ausdrücklich nicht zu Fragen einer möglichen Gesundheitsgefährdung für Beschäftigte und Publikum geäußert hat, war die vorsorgliche Schließung des Gebäudes aus Sicht der Stadt absolut gerechtfertigt. Nach Empfehlungen des Gutachters wurden die betroffenen Kellerräume inzwischen fachgerecht abgeschottet, der für dem Schimmelbefall ursächliche Wasserschaden behoben und der Schimmel einschließlich des betroffenen Putz- und Mauerwerkes entsorgt.

Nach einer gründlichen Reinigung von Arbeitsgeräten und Räumen sowie einem Neuanstrich innerhalb des Gesundheitsamtes könnte der Publikumsverkehr nach Rücksprache mit dem Gutachter zwar kurzfristig wieder aufgenommen werden. Im Interesse von Besuchern und Mitarbeitern, aber auch um Kosten für ansonsten anfallende Doppelarbeiten zu sparen, soll nun unverzüglich die zunächst für 2008 geplante umfangreiche Sanierung des Gebäudes erfolgen. Dazu gehört neben Fassaden- und Umbauarbeiten auch die komplette Abdichtung der Fundamente, um Feuchtigkeitsschäden von Außen künftig auszuschließen.

Im März 2008 soll das Gesundheitsamt Sterkrade dann mit dem kompletten Kinder- und Jugendärztlichen Dienst und dem kompletten Jugendzahnärztlichen Dienst wieder eröffnet werden. Zu diesem Zeitpunkt wird die Osterfelder Außenstelle des Jugendzahnärztlichen Dienstes geschlossen. Für die Übergangszeit wird der Kinder- und Jugendärztliche Dienst in einem zuletzt ungenutzten Verwaltungsgebäude an der Schmachtendorfer Straße (ehemaliges Stadtteilzentrum Sterkrade-Nord) untergebracht. Nachdem die dortigen Räume hergerichtet und Arbeitsmittel sowie Mobiliar des Gesundheitsamtes Sterkrade fachgerecht gereinigt worden sind, soll dort der Regelbetrieb am 22. Oktober aufgenommen werden.


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