Interview
Sterkrade ist auf der Suche nach Magneten
06.03.2010 | 12:02 Uhr 2010-03-06T12:02:00+0100
Oberhausen. Sterkrade „fühlt“ sich schlechter an, als es sich real darstellt. Gegen dieses Gefühl kämpft Dieter Janßen (SPD) seit Jahren an. Thomas Schmitt sprach mit dem Bezirksbürgermeister über die Gegenwart im und die Perspektiven "seines" Quartiers.
Wie lautet Ihr wichtigstes politisches Ziel 2010?
Dieter Janßen: Wir müssen in Sterkrade bessere Vermietungen hinbekommen. Eine Untersuchung der Ruhrwert hat zwar ergeben, dass nur vier Prozent der Ladenlokale leerstehen, gefühlt sind es mehr.
Wirtschaftsförderung und Geschäftsleute unterstützen Sie. Trägt das Früchte?
Janßen: Das Geschäftsstraßenmanagement läuft hervorragend. Am 25. März wird es im Lito eine Versammlung geben, zu der Kaufleute und Eigentümer der Gewerbeimmobilien eingeladen sind. Ich appelliere an alle, vor ihrer Haustür selbst etwas zu tun und nicht immer auf die Stadt zu warten.
Die untere Bahnhofstraße ist das Sorgenkind, oder?
Janßen: Ja, das Einkaufszentrum Sterkrader Tor läuft gut, der Markt mittwochs und samstags bringt eine gute Frequenz in die Bahnhofstraße, aber im unteren Teil fehlt neben Metzger Udo Kürten ein weiterer Magnet. Wichtig für die Entwicklung wird sein, den Parkplatz vor dem Technischen Rathaus wie geplant zu einem Stadtplatz umzubauen. Ich gehe außerdem davon aus, dass die Sparkasse in absehbarer Zeit eine Lösung für ihr altes Gebäude an der Wilhelmstraße findet.
Wie beurteilen Sie die Perspektiven für die Flächen Waldteich und ehemalige Kohlereserve?
Janßen: Ich glaube nicht, dass Thyssen in naher Zukunft am Waldteich investiert. Für die Anwohner ist das gut. Sollte es dort keine Entwicklung geben, wäre ich sogar dafür, den Bebauungsplan auf den alten Stand zurückzubringen und die Ansiedlung von Industrie wieder auszuschließen. Für die Fläche der ehemaligen Kohlereserve wünschte ich mir ein Vorzeigeprojekt wie das im Erlengrund. Dort werden schon sechs der acht Hektar gewerblich genutzt, sind 250 Arbeitsplätze entstanden.
Was gibt es Neues?
Janßen: Wir wollen in Schmachtendorf die Parksituation verbessern. An der Dudeler Straße werden die zehn Parkplätze vor der Stadtteil-Bücherei freigegeben, an der Schmachtendorfer Straße wollen wir im Bereich Lohmann die bislang für Lehrer reservierten Parkplätze ebenfalls der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen.
Wie sehr beschäftigt Sie die Entwicklung in Holten?
Janßen: Sehr, wir benötigen dort dringend einen großen Vollsortimenter. Nachdem bereits der gute Metzger und ein Optiker aufgegeben haben, müssen wir aufpassen, dass der Ortsteil nicht weiter abschmiert. Das wäre tragisch. Auch die Entwicklung bei Oxea müssen wir genau beobachten.
Stichwort Verkehr. Stehen größere Baustellen an?
Janßen: Nein, die Kanalbaustelle an der Holtener Straße ist das größte Projekt. Ich hoffe, dass sie wie geplant bis Juni 2011 abgeschlossen wird. Der neue, dann größere Straßenquerschnitt wird für weniger Staus sorgen und damit den Lärm reduzieren.
Was fällt Ihnen zum Stichwort Ruhr 2010 ein?
Janßen: Die einzige Kultur, die wir haben, das ist die Kleinstädter Bühne und einige Gesangsvereine. Das Lito ist ein Pfund für Sterkrade.
Welche Termine sollten sich die Bürger vormerken?
Janßen: Natürlich die Fronleichnamskirmes, aber auch die 700-Jahr-Feier in Holten.
Wird die Kirmes bereits in diesem Jahr schrumpfen?
Janßen: Nein, da die Fläche vor dem Technischen Rathaus noch zur Verfügung steht. Der Umbau wird aber so erfolgen, dass auch künftig der Arme Ritter dort Platz hat. Perspektivisch soll die Veranstaltung aber wieder eine reine Straßenkirmes werden, das heißt, es wird keinen Platz mehr für eine Achterbahn oder vergleichbar große Fahrgeschäfte geben.

22:46
Sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister!
Im Ansatz haben Sie Recht.
Aber Sie können jetzt ganz schnell und ganz konkret Ihrem Reden Taten folgen lassen, indem Sie sich mit aller Vehemenz in dem Konflikt um die Schließung des Sterkrader Klosterladens einschalten und den Apotheker Funcke dazu bewegen, den Vollstreckungsverzicht gegen den Sterkrader Klosterladen zu unterzeichnen.
Denn wenn dieser Laden schließt, dann geht ein einmaliger Magnet für Sterkrade verloren.
Das können Sie nicht wollen, dass kann die Kaufmannschaft nicht wollen, das kann niemand wollen, dem auch nur halbwegs an Sterkrade gelegen ist.
Also ran, damit am 12.02.2011 für den Sterkrader Klosterladen nicht Schluß ist und Sie noch einen Leerstand (diesmal in der Finanzstraße) in Sterkrade zu beklagen haben!
20:01
Aber wir haben ja vill. bald ne Skihalle... LOOOL
13:28
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13:08
Das ist alles ein einziger Witz hier in Oberhausen! Bald haben wir gar nichts mehr, wodrauf wir als Oberhausener stolz sein können. Die Stadtspitze sollte sich mal Gedanken daruber machen den Platz zu Räumen, da sie die letzten sind die noch da sind und sie bis jetzt eh schon alles wegkonsolidierthaben! Schämt euch!
15:27
Leute, die in Sterkrade geboren sind, denken bestimmt nicht so. Die lieben ihre Kirmes.
05:28
@ sssjstjsfhsrt
Nein, ich bin nicht berentet, aber das tut doch auch nichts zur Sache. Sicher leben Menschen von der Kirmes, aber es ist dann deren Sache, sich um deren Erhalt zu kümmern.
Ich lebe nicht von der Kirmes, werde aber durch die Kirmes und die Begleitumstände (Straßensperrung, für mich: Nichterreichbarkeit des ÖPNV) sehr in meiner Freiheit eingeschränkt. Vom Lärm ganz zu schweigen. Dreck (Pommesschalen, Trinkbecher, Dosen, Flaschen, Kondome) vor der Haustür (es handelt sich um einen Seiteneingang). Ganz toll.
In der Hauptsache gestört hat mich die Überschrift Sterkrade sucht einen Magneten.
Nein. Nicht ganz Sterkrade.
03:35
PS:
Wo Silvester die Wohnbebauung sieht, ist mir schleierhaft. Ich sehe ein Parkhaus, ein Altenheim einer Sekte sowie Geschäfte wie Aldi C & A usw. die derzeit bewirken, dass die Einkaufsstraße in Sterkrade fast schlimmer aussieht, alls Osterfeld vor 10 Jahren. Herzlich willkommen im Döner-Paradies auf der Bahnhofstraße. Wenn Ihnen dies leideber ist , na dann viel Spass!!
03:30
@ Silvester und Martha (die offensichtlich Sterkrade nicht kennt)
Die Kirmes fand früher u.a . am Hirschhügel statt - dort, wo heute Kaufland und dergleichen sind. Der Platz hinter dem techn. Rathaus war bereits eine Ersatzfläche. Damals war sie wesentlich größer, als etwa 2009. Aber wenn man sich in Sterkrade nicht auskennt, weiß man dies auch nicht. Und an Sentenza - es soll Menschen geben, die von der Kirmes leben. Durch den Umsatz an den 6 Tagen, aber auch durch die Werbung. Für Sie mag es nicht interessant sein, ob man Sterkrade kennt (wahrschlich sind sie eh Rentner), für die Händler ist dies überlebenswichtig.
17:14
@ #17
Was ... Sie kennen den Willen der Sterkrader? Wohl eher nicht.
Ich kenne keinen hier in Sterkrade, der/die die Kirmes liebt. Im Gegenteil. Und ob wir in Timbuktu oder im Orange County bekannt sind interessiert uns auch nicht.
Glückauf!
16:19
Liebe Dummschwätzer und Klugschei**er, die Ihr soo viel über die Kirmes wisst: Wo stand denn die Kirmes bis vor zehn Jahren? In der Innenstadt! Nur durch den Abriss der GHH-Hallen ist doch erst die Erweiterung möglich geworden. Und mir ist eine dauerhafte Wohnbebauung auf der Fläche wichtiger, als ein 7 tägiges Prolo-Fest.