Sterkrade gibt Ehrenamt ein Fest

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Mit einer groß angelegten Sause würdigt Sterkrade das Ehrenamt. Als ein zweitägiges Straßen- und Platzfest, mit je 14-stündigem Programm auf zwei Showbühnen und über 130 Teilnehmern aus 40 Vereinen trumpft das diesjährige, 34. Spiel- und Sportwochenende auf.

Die Stadt, der Stadtsportbund und die Sterkrader Interessengemeinschaft laden am 25. und 26. April jeweils von 11 bis 18 Uhr zu dieser traditionellen Vereinsmeile im Sterkrader Stadteilzentrum ein, auf der rund 40 Clubs und Gemeinschaften an Infoständen und mit Live-Auftritten neue Mitglieder begeistern wollen. An dem Spektakel mit verkaufsoffenem Sonntag beteiligen sich auch viele Geschäftsleute, die Benefizaktionen oder Mitmach-Parcours vorbereitet haben.

Robbie Schlagböhmer von der Sterkrader Interessengemeinschaft stellt die hohe Bedeutung des Spiel- und Sportwochenendes heraus: „Hier wird das Ehrenamt gefeiert und gefördert.“ Das Sportfest ist eine der größten Veranstaltungen in Oberhausen, wie Stadtsportbund-Chef Werner Schmidt betont. Jedes Jahr strömen Tausende Besucher nach Sterkrade. Für Olaf Böhler von der Stadt ist das Angebot ein besonderes: „Mit dem Zusammenspiel der Kaufleute und Vereine haben wir eine einzigartige Mischung.“

Entlang der bewährten Achse Bahnhof- und Steinbrinkstraße ist das bunte Vereinsleben geplant. Eröffnet wird es um 11 Uhr am 25. April vor dem Technischen Rathaus. Dort und am Zilianplatz treten Cheerleader, Funkenmariechen, Fechtkünstler, Kampfsportler und Tänzer auf, dazu gibt es Autoschauen, ein großes Schaulaufen von 26 Maskottchen, Karussells und Aktionen für Kinder. Die Freiwillige Feuerwehr läuft zur großen Fahrzeugshow auf und stellt auch wieder eine Wache. Ein Flugverein kommt mit Segelflieger.

Erstmals bringt der Sozialverband Terre des Hommes mit einer Gruppe von Flüchtlingen Folklore auf die Bühne. Der sonntägliche Trödelmarkt findet diesmal auf dem Martha-Schneider-Bürger-Platz statt.

Anders als in den Vorjahren zieht sich das Sportfest bis zum Sterkrader Bahnhof: Vor dem alten Postgebäude baut die dort ansässige Praxisgemeinschaft mit vielen Kooperationspartnern am Sonntag einen Gesundheitsparcours auf. Kinder gehen durch den Kariestunnel, Erwachsene üben das Gleichgewicht. Manfred Gregorius (AOK) sagt schon jetzt voraus: „Diese Aktion bleibt nicht einmalig.“

Während noch am Samstag vor der Clemens-Kirche die Markthändler ihre Waren feilbieten, treten dort Mitarbeiter und Geschäftspartner der Oberhausener Firma Kodi für den guten Zweck in die Pedale: Auf 40 Spinning-Rädern sammeln sie möglichst viele Umdrehungen, um Geld für krebskranke Kinder spenden zu können. 2014 kamen so 20 000 Euro zusammen.