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Winter

Startprobleme bei unter Null Grad

17.01.2013 | 06:27 Uhr
Startprobleme bei unter Null Grad
Wer in der Regel kurze Strecken fährt, ist bei niedrigen Temperaturen schon mal auf Starthilfe angewiesen, da die Batterie nicht mehr genügend Kraft hat.Foto: Berthold Stadler/ddp

Oberhausen. Bei Dauerschneefällen und anhaltenden Temperaturen unter dem Gefrierpunkt kommen die Gelben Engel des ADAC regelmäßig ins Schwitzen. So auch wieder in den vergangenen Tagen. Allein am Dienstag mussten die Pannenhelfer des Automobilclubs zu über 300 Einsätzen in Oberhausen , Mülheim und Essen ausrücken. „Üblich sind an normalen Wintertagen etwa 200 Einsätze in den drei Städten“, erklärt Jacqueline Grünewald, Pressesprechern des ADAC Nordrhein. Starthilfe leisten stand auf der Liste der Hilfeleistungen ganz weit oben.

Winterartikel

„Diese Witterung bedeutet auch für uns mehr Arbeit“, sagt Agneta Plätz, Inhaberin des Autohauses Plätz. Es waren hier vor allem die kleinen Dinge, die die Werkstatt regeln musste: altersschwache Batterien austauschen, eingefrorene Türschlösser enteisen, Frostschutzmittel nachfüllen. „Einmal im Jahr den Wischwasserbehälter auffüllen, das reicht eben nicht. Wer aber regelmäßig zur Wartung kam, hatte in den vergangenen Tagen keine Probleme“, sagt Plätz. Gut gelaufen sei übrigens auch der Verkauf von Winterartikeln. „Vor allem unsere Teleskopeiskratzer, bei denen die Hände trocken bleiben, gingen gut weg.“

Die Karosserieabteilung hatte dagegen nicht mehr zu tun als sonst auch. Lediglich ein wetterbedingter Unfallschaden wurde am Montag bei Plätz angenommen.

Batterieausfälle bei diesem Wetter normal

„Mehr Aufträge also sonst gab es bei uns nicht“, sagt Waldemar van Alst, Mitinhaber des Autohauses VAER. „Die Leute lassen bei solch einem Wetter ihre Autos eher in der Garage stehen.“ Ähnlich sind auch die Erfahrungen im Autohaus Bernds. Der Pflege- und Wartungszustand bei jüngeren Fahrzeugen sei in der Regel so gut, dass diese keine Startprobleme hätten. Und die Besitzer von älteren Fahrzeugen wendeten sich doch in der Regel eher an freie Werkstätten.

„Dass wir wesentlich mehr Aufträge haben als sonst, kann ich aber nicht sagen“, meint Edeltraud Konrad, die mit ihrem Ehemann Jens eine freie Kraftfahrzeug-Werkstatt leitet. Dass sich hier und da mal eine Batterie verabschiede an Tagen wie diesen, das sei völlig normal. Was größere Reparaturen angeht, beklagt sie, dass freie Werkstätten bei Fahrzeugen jüngeren Datums kaum noch zum Zuge kämen. Der Hintergrund: „Wer bei seiner Vollkaskoversicherung Geld sparen will, dem wird vorgeschrieben, an welche Werkstatt er sich nach einem Unfall wenden muss.“

Frank Helling

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