Start der Kampagne für die Straßenbahnlinie 105 in Oberhausen

Die End-Haltestelle der Linie 105 an der Unterstraße auf Essener Gebiet.
Die End-Haltestelle der Linie 105 an der Unterstraße auf Essener Gebiet.
Foto: Ulla Emig
Was wir bereits wissen
Mit ihrer Kampagne „Sag Ja zur 105“ will das Oberhausener Aktionsbündnis für den Ausbau der Straßenbahnlinie 105 werben. Geplant sind Veranstaltungen.

Oberhausen.. Sie wollen die Straßenbahnlinie 105 unbedingt und rühren deshalb die Werbetrommel. Doch sie wollen nicht nur werben, sondern die Mitglieder des Aktionsbündnisses „Sag Ja zur 105“ wollen mit ihren Argumenten die Kritiker und Zweifler von den Vorteilen des Ausbaus überzeugen. Dazu sind verschiedene Aufklärungskampagnen und Veranstaltungen geplant.

Mit im Boot sind Vertreter der Wirtschaft, der Naturschutz- und Fahrgastverbände und selbstverständlich Vertreter der Stoag selbst. Mehr als 20 Gruppen aus Oberhausen und Umgebung bilden das Aktionsbündnis. Bei ihrem jüngsten Treffen bei der Werbeagentur Move Elevator haben die Mitglieder des Aktionsbündnisses einige Aktionen besprochen und die ersten Plakate und Ansteck-Buttons verteilt.

Aushang der Plakate zunächst bei den Mitgliedern

Die Plakate werden zunächst bei den Mitgliedern des Aktionsbündnisses ausgehängt. „Wir planen auch noch eine Plakatkampagne in der Stadt“, sagt Sonja Kostersitz, Koordinatorin des Aktionsbündnisses. Ein zirka drei Minuten langer Infofilm ist ebenfalls abgedreht, in denen Oberhausener Bürger wie auch die Prominenz der Stadt, wie Michael Groschek oder Bärbel Höhn, zu Wort kommen. Der Film wird demnächst im Internet zu sehen sein, bei Youtube zum Beispiel oder auf der eigenen Internetseite, die das Aktionsbündnis demnächst freischalten möchte.

Denn eins ist klar: Bis zum 8.März, der Tag, an dem die Oberhausener über den Ausbau der 105 abstimmen, bleibt nicht mehr so viel Zeit. Die Überzeugungsarbeit muss jetzt geleistet werden. Dabei setzen die 105-Unterstützer auf das persönliche Gespräch zum Beispiel an Info-Ständen oder bei Diskussionsveranstaltungen, denn, so ist der einhellige Tenor: Die Argumente gegen den Streckenausbau können relativ schnell mit den richtigen Argumenten entkräftet werden. Aus ihrer Sicht kann es kein „Dagegen“ geben. Am 25. Februar laden verschiedene Naturschutzverbände, darunter etwa der Nabu, interessierte Bürger um 18 Uhr ins Haus Ripshorst, Ripshorster Straße 306, zu einem Info- und Diskussionsabend ein.

Pro Bahn plant eine Befahrung

Peter Klunk, Geschäftsführer der Stoag, wird da sein, um das Planungs- und Finanzierungskonzept vorzustellen. Der Fahrgastverband Pro Bahn wird eine Begehung und Befahrung der jetzigen Strecke von Oberhausen nach Essen und zurück unternehmen, um deutlich zu machen, wie viel einfacher und angenehmer eine umstiegsfreie Straßenbahnlinie wäre.

Zudem wird Pro Bahn Kinder und Jugendliche zu einem Malwettbewerb aufrufen. Unter dem Motto „Mein Tag mit der 105“ können die Kinder ihre Bilder bei Pro Bahn einreichen. Die schönsten Bilder sollen im Aquapark ausgestellt werden. Und zu gewinnen gibt es selbstverständlich auch etwas. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen seien überhaupt eine wichtige Zielgruppe, meint Sonja Kostersitz. Denn vor allem Schüler und Studenten würden wahrscheinlich die Straßenbahnlinie 105 nutzen, um zu den Schulen, zu Freizeiteinrichtungen oder zur Uni nach Essen zu gelangen.

Diskussionsveranstaltungen mit Schülervertretern

Deshalb soll es Diskussionsveranstaltungen mit den Schülervertretern geben. Der erste Termin für ein solches Gespräch steht: Am 6. Februar wird es in er Heinrich-Heine-Schule eine Podiumsdiskussion geben. Auf dem sozialen Netzwerk Facebook ist das Aktionsbündnis ebenfalls seit kurzer Zeit vertreten.

Und so sind die Mitglieder des Aktionsbündnisses optimistisch gestimmt, dass sie noch den einen oder anderen Oberhausener von den Vorteilen des Projektes überzeugen können. Vor allem, so meinen die Vertreter des hiesigen Einzelhandelverbandes, sei es wichtig, die Pro-Wähler an die Urne zu bekommen. Protestwähler und Kritiker seien bei Bürgerabstimmungen einfacher zu mobilisieren, das hätte die Erfahrung in Essen bei der Abstimmung über die Messe gezeigt.