Stadtsparkasse räumt Fehler ein

Foto: Hans Blossey
Was wir bereits wissen
Das Geldinstitut verwehrte es der Bürgerinitiative Wohnumfeld Kapellenstraße zunächst, ein Konto zu eröffnen, nahm diese Entscheidung aber zurück.

Oberhausen.. Eine Entscheidung der Stadtsparkasse, wonach die Bürgerinitiative (BI) Wohnumfeld Kapellenstraße bei dem Oberhausener Geldinstitut kein Konto eröffnen durfte, hat für Unmut bei der BI gesorgt. Inzwischen hat die Sparkasse diese Ablehnung zurückgekommen.

Wie Rainer Pflips von der Bürgerinitiative schildert, wollte die Kassenbeauftragte des Vereins bei der Stadtsparkasse ein Zahlungsverkehrkonto eröffnen. Zunächst ist diese Kontoeröffnung abgelehnt worden – mit dem Hinweis auf die „politische Betätigung“ der Initiative – die sich gegen den Zirkusplatz an der Kapellenstraße als Standort für ein Flüchtlingsheim wehrt. „Man wolle sich als Geldinstitut politisch nicht positionieren“, habe die Begründung für die Ablehung gelautet, sagt Rainer Pflips.

"Das war nicht korrekt"

Oliver Mebus, Vorstandsmitglied der Stadtsparkasse Oberhausen, räumt ein, dass dies eine Fehleinschätzung gewesen sei: „Indem wir die Kontoeröffnung abgelehnt haben, haben wir genau das getan – uns politisch positioniert. Das war nicht korrekt.“ Die Sparkasse hat der Bürgerinitiative angeboten, das Konto doch noch zu eröffnen. Rainer Pflips will dies prüfen.

Grundsätzlich, sagt Mebus, sehe die Stadtsparkasse bei einer Kontoeröffnung dann genauer hin, wenn sich Vereine/Verbände am rechten oder linken Rand des politischen Spektrums bewegten.